Bericht
27.11.2025
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Webtalk mit dem Bundestagsabgeordneten Arabaha (CDU), dem Deutsch-Polnischen Koordinator

Nachbarschaft unter Spannung? Grenzüberschreitender Handel und Kooperation mit Polen im aktuellen politischen Klima
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Am 27.11.2025 gab Herr Abraham MdB einen Überblick über seine Erfahrungen und Einschätzungen zur deutsch-polnischen Zusammenarbeit, insbesondere im zivilgesellschaftlichen Bereich. Er wies darauf hin, dass er bereits in den 1980er Jahren Hilfstransporte nach Polen durchgeführt hat. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der zivilgesellschaftlichen Kooperation, die auf festen Säulen beruht, auf denen die bilateralen Beziehungen stehen.

Die aktuelle Stimmung in Polen wird als schwierig eingeschätzt, insbesondere seitens der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS). Während Deutschland insgesamt eine eher schlechte Reputation hat, genießen einzelne deutsche Personen und Unternehmen in Polen eine hohe Anerkennung.

Herr Abraham betonte, dass die Verflechtungsräume zwischen beiden Ländern trotz Grenzkontrollen nicht beeinträchtigt werden dürfen. Polen habe sich in den letzten Jahren drastisch verändert und sei als Partnerland positiv hervorzuheben: modernisiert, hochentwickelt und wirtschaftlich stark. Er beschrieb dies mit einem anschaulichen Bild: „Da, wo es keine Netzabdeckung gibt, ist Deutschland“ – dies spiegele sich auch in der Verkehrsinfrastruktur wider. Polen ist mittlerweile Deutschlands viertgrößter Handelspartner, noch vor Italien und Großbritannien.

Politische Herausforderungen
Die sicherheitspolitische Zusammenarbeit steht im Fokus, insbesondere angesichts von Sabotagefällen und Drohnenvorfällen, die beide Länder enger zusammenrücken lassen. Die deutsche Brigade in Litauen dient auch der Sicherheit Polens.

Herr Abraham äußerte den Wunsch, dass die bilateralen Beziehungen wärmer gestaltet werden könnten. Er stellte fest, dass sie nicht kalt seien, aber es Luft nach oben gibt. Als Problem sieht er die Geschichtspolitik, die zunehmend dominierend ist und die Beziehungen belastet, was zu einer „Lose-Lose-Situation“ führen könne.

Im Bereich der urbanen und wirtschaftlichen Entwicklung beobachtet man das Metropolgebiet Stettin, das ganz Pommern in den Blick nimmt, vergleichbar mit Frankfurt (Oder) oder Görlitz.

Die Hauptaufgabe der Politik sieht Herr Abraham darin, den wirtschaftlichen Beziehungen einen festen politischen Rahmen zu geben. Am kommenden Montag beginnen die Regierungskonsultationen, die nur mit den wichtigsten Partnern stattfinden werden – faktisch handelt es sich dabei um eine gemeinsame Regierungsklausurtagung.