„Der zunehmende Demokratieverdruss muss durch eine bürgernahe und wirtschaftsorientierte Politik bekämpft werden!“
Stuttgart. Bei einem Neujahresempfang des
Wirtschaftsrates mit dem Generalsekretär der Freien Demokraten, Bijan
Djir-Sarai, bei Ernst & Young in Stuttgart, zeigte sich Joachim Rudolf
angesichts der drohenden innenpolitischen Krise tief betroffen: „Es ist
wirklich beängstigend, dass sich immer mehr Bürger vorstellen können, mit der
AfD eine Partei zu wählen, die offen rechtsextreme Mitglieder und Funktionäre in
ihren Reihen duldet und über verfassungswidrige Remigrationsfantasien
fabuliert.“ Um diese Entwicklung aufzuhalten benötige es, so Rudolf, vor allem einer
Stärkung der heimischen Wirtschaft: „Es ist erwiesen, dass die Zufriedenheit
einer Bevölkerung mit ihrem politischen System und die ökonomische Lage eines
Landes in einem unmittelbaren Zusammenhang stehen. Ich fordere die
Ampel-Regierung im Sinne unserer Demokratie daher dazu auf, endlich Maßnahmen
zu ergreifen und die Rezession hierzulande entschlossen zu bekämpfen.“
Gleichzeitig nahm der Landesvorsitzende des Wirtschaftsrats der CDU in
Baden-Württemberg jedoch auch seine Unternehmerkollegen in die Pflicht: „Im
Endeffekt entscheiden wir Wähler über den zukünftigen Kurs dieses Landes.
Engagieren Sie sich für unsere Demokratie und machen Sie in diesem Kontext auch
Ihren Arbeitnehmern klar, dass Grundwerte wie Freiheit und Gerechtigkeit keine
Selbstverständlichkeit sind, sondern immer wieder aufs Neue an den Urnen
verteidigt werden müssen.“