Deutschland und die Vereinigten Arabischen Emirate – Wirtschaftliche Chancen im bilateralen Dialog

Staatsminister Gunther Krichbaum MdB und S.E. Ahmed Alattar, Botschafter der VAE, waren zu Gast beim Mittagstisch der Sektion Pforzheim und sprachen über die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und den VAE.

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Enge wirtschaftliche Beziehungen, dynamische Märkte und vielfältige Kooperationsmöglichkeiten – doch wie lassen sich daraus konkrete Chancen für Unternehmen entwickeln? Mit dieser Frage beschäftigte sich ein Mittagstisch der Sektion Pforzheim am 18. September. Nach der Begrüßung durch Georg Wellendorff, Sprecher der Sektion, gab Gunther Krichbaum MdB, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, einen einführenden Impuls zu den aktuellen politischen Rahmenbedingungen und den Beziehungen zwischen Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Krichbaum machte dabei deutlich, dass notwendige Reformen zwar keinen Beliebtheitspreis gewännen und schmerzhaft sein könnten – aber unerlässlich seien, um Deutschland als Wirtschaftsstandort zukunftsfähig zu halten.

Im anschließenden Austausch mit S.E. Ahmed Alattar, Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate in der Bundesrepublik Deutschland, standen die wirtschaftlichen Perspektiven im Mittelpunkt. Die VAE gehören zu den größten Investoren in Deutschland und sehen langfristiges Potenzial im bilateralen Verhältnis. Alattar hob Baden-Württemberg dabei ausdrücklich als Export-Powerhaus hervor. Gleichzeitig verwies er auf ein konkretes Hemmnis: Die steuerlichen Rahmenbedingungen für Wagniskapital in Deutschland seien im internationalen Vergleich wenig wettbewerbsfähig – ein Faktor, der größere Investitionen der VAE, insbesondere in Start-ups, bislang bremse.

 

Diskutiert wurde zudem, welche Möglichkeiten sich für deutsche und insbesondere baden-württembergische Unternehmen in den dynamischen Märkten der VAE eröffnen, wie neue Kooperationen entstehen können und welche Bedeutung der weitere Ausbau der bilateralen Beziehungen für Unternehmen hat.

Der Austausch machte deutlich: Internationale Wirtschaftsbeziehungen leben nicht allein von politischen Vereinbarungen – entscheidend sind konkrete Kontakte, gegenseitiges Verständnis und der Wille, gemeinsame Chancen in erfolgreiche Kooperationen zu überführen.