Familienunternehmen zwischen Tradition und Moderne

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Familienunternehmen zwischen Tradition
und Moderne“ lud der Landesverband des Wirtschaftsrates bei Vollack in Karlsruhe/Bruchsal
zu einer Podiumsdiskussion ein.

<p class="MsoNormal" style="margin-top:12.0pt;margin-right:0cm;margin-bottom:
15.0pt;margin-left:0cm;line-height:15.55pt">Als Referenten wurden Paul Bauwens-Adenauer, geschäftsführender
Gesellschafter der Bauwens GmbH & Co. KG sowie Landesvorsitzender des
Wirtschaftsrates Nordrhein-Westfalen und Mitglied des Präsidiums, sowie Dr.
Katharina Knaisch, geschäftsführende Gesellschafterin der Knaisch Consulting
GmbH, begrüßt.<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:15.0pt;text-align:justify;line-height:
15.55pt">Nach einer kurzen Einführung durch
Carsten Kipper, Partner und Geschäftsführer des gastgebenden Unternehmens
Vollack GmbH & Co. KG, stellten sich die Referenten den Fragen der
Moderatorin Pia Hesselschwerdt, Mitglied der Geschäftsleitung der Volkswohnung
GmbH. Beide Referenten stellten sich kurz vor: Dr. Katharina Knaisch führt
gemeinsam mit ihrem Vater eine Personalberatung, die sich auf die Suche nach
Führungskräften für Unternehmen spezialisiert hat und überwiegend
Familienunternehmen berät. Paul Bauwens-Adenauer ist nach seinem
Architekturstudium vor einigen Jahrzehnten in das Familienunternehmen Bauwens
eingetreten.<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:15.0pt;text-align:justify;line-height:
15.55pt">Auf die Frage, welche Themen sie
derzeit besonders beschäftigen, fanden beide Referenten ähnliche Antworten. Die
schwierige wirtschaftliche Lage bereitet ihnen Sorgen, insbesondere die
politische Unsicherheit und die stetig wachsende Bürokratie. Paul Bauwens-Adenauer
sprach an, dass das Bauen durch ständig zunehmende Auflagen teurer werde, man
müsse auch über eine Eigentumszulage für Schwellenhaushalte nachdenken.
Außerdem sei es nicht möglich, Entwicklungen einfach zu bestellen, da gerade in
der Baubranche Projekte meist mehrere Jahre Vorlaufzeit benötigten. Dr. Katharina
Knaisch fügte hinzu, dass ihre Kunden häufig das Thema des erfolgreichen
Generationswechsels im Unternehmen beschäftige – damit verbunden sei auch die
Frage nach den Geschäftsmodellen der Zukunft.<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:15.0pt;text-align:justify;line-height:
15.55pt">Auf die Frage nach den Stärken von
Familienunternehmen nannte Dr. Katharina Knaisch die besondere Schnittstelle
zwischen Familie und Unternehmen. Laut Bauwens-Adenauer zeichnen
Familienunternehmen sich durch einen langen Atem aus, der sie von anderen
Unternehmen unterscheide. Um die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu
stellen, müssten Hürden abgebaut und schnelleres Bauen ermöglicht werden, ohne
die bestehende Kultur über Bord zu werfen. Dr. Knaisch ergänzte, dass es durch
gute Arbeit und die Bereitschaft zu notwendigen Veränderungen unter
Beibehaltung der eigenen Werte möglich sei, Familienunternehmen trotz der
Probleme mangelnder Planbarkeit und umfangreicher Bürokratie auch in Zukunft
erfolgreich Podium











<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:15.0pt;text-align:justify;line-height:
15.55pt">zu führen. Im Vergleich zu früher habe sich
die Kommunikation zwischen den Generationen im Familienunternehmen deutlich
verbessert, umso wichtiger sei es heute, frühzeitig über eine mögliche
Nachfolge zu sprechen und beispielsweise bereits Unternehmensanteile an die
nächste Generation zu übertragen, so Bauwens-Adenauer. Dr. Knaisch ergänzte,
dass man offen für neue Technologien wie beispielsweise KI sein müsse und es
zudem wichtig sei, die Kompetenzen der Zukunft zu identifizieren sowie Fach-
und Führungskräfte entsprechend auszubilden und an das Unternehmen zu binden.
Auch die Unternehmenskultur sei bedeutsam, um für die in Familienunternehmen
gewünschte Beständigkeit zu sorgen.