Sicherheit als Standortfaktor

Virtuelle Diskussionsveranstaltung mit Thomas Strobl, stellvertretender Ministerpräsident und Minister des Inneren, zur Digitalisierung von Kommunen des Landes

In Zeiten zunehmender
Globalisierung stehen Unternehmen bei der Wahl ihrer Firmensitze und
Betriebsstätten immer mehr Auswahlmöglichkeiten zu Verfügung. Ein dabei in
Bezug auf die Entscheidungsfindung häufig unterschätzter Faktor ist das Thema Sicherheit.
Der Wirtschaftsrat bot daher seinen Mitgliedern die Möglichkeit, sich mit dem stellvertretenden
Ministerpräsidenten und Minister des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen
des Landes Baden-Württemberg, Thomas Strobl, in einem digitalen Gespräch über Sicherheit
als Standortfaktor auszutauschen.

Eröffnet wurde die
Videokonferenz mit einem kurzen Grußwort von Joachim Rudolf, Landesvorsitzender
des Wirtschaftsrates Baden-Württemberg, in dem dieser eine kurze Einschätzung
der aktuellen politischen Lage vornahm. Hiernach übergab Rudolf das Wort schließlich an den Hauptredner Strobl.


Dieser brachte zu Beginn
seiner Ausführungen den anwesenden Zuhörern in einem Impulsreferat die
aktuellen innen- und sicherheitspolitischen Herausforderungen näher. So zeigte
Strobl unter anderem auf, dass die Corona-Pandemie leider dafür gesorgt habe,
dass die Zahl der Verschwörungstheoretiker und Rechtsextremen sprunghaft
angestiegen sei, wie der vor wenigen Wochen durchgeführte Einsatz eines
Sondereinsatzkommandos in Boxberg-Bobstadt gegen einen Mann, den man der
Reichsbürgerszene zuordne, eindeutig belege. Angesichts dieses
Gefahrenpotentials hätten seine Mitarbeiter und er allerdings umgehend reagiert
und beispielsweise durch die Schaffung einer insbesondere auf derartige
Bedrohungslagen spezialisierten Abteilung im Landesamt für Verfassungsschutz
Abhilfe geleistet. Zudem ging Strobl auf die wieder gestiegenen
Einstellungszahlen bei der Landespolizei ein und erklärte, dass er stolz darauf
sei, in den letzten Jahren rund 9000 Menschen für eine Karriere bei der Polizei
habe gewinnen zu können. Vor diesem Hintergrund sei das Land Baden-Württemberg
„alles in allem sehr gut aufgestellt“.

An dieser Stelle spannte
der stellvertretende Ministerpräsident den Bogen zu dem aus dem Titel der
Veranstaltung bereits ersichtlichen Vortragsthema und erklärte, dass die
Eindämmung und Bekämpfung von Kriminalität nicht nur für die Bürger und
Bürgerinnen, sondern auch für die hierzulande ansässigen Unternehmen eine
entscheidende Rolle spiele. Angesichts der im Rahmen der Corona-Pandemie
vorangetriebenen Digitalisierung werde auch das Thema Cybersicherheit immer
wichtiger, weshalb er hierfür eine eigens auf Baden-Württemberg zugeschnittene
Strategie entwickelt habe, um das Bundesland auch in Zukunft als attraktiven
Wirtschaftsstandort zu erhalten.

Im Anschluss an diese
inhaltliche Einführung, bekamen die Gäste darüber hinaus die Möglichkeit,
Strobl im Rahmen einer von Steffen Beck, Sektionssprecher Stuttgart,
moderierten Diskussionsrunde ihre Fragen zu stellen. Dabei zögerte der
Innenminister nicht, auch auf ressortfremde Fachbereiche einzugehen und unterhielt
sich mit den Mitgliedern über verschiedene Gebiete wie Energie- oder
Bildungspolitik.