"Wir brauchen einen Fokus auf die Gesamtbetrachtung!"

Dr. Roy Kühne MdB, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit, CDU/CSU-Fraktion im Bundestag und Stefan Eschmann, Vorstandsvorsitzender der KMG Kliniken SE, im Gespräch mit Freunden und Mitgliedern des Wirtschaftsrates

Die Coronakrise wirkt in vielen Bereichen des alltäglichen Lebens wie ein Brennglas für strukturelle Probleme. So auch im Bereich der Gesundheitsversorgung, erklärte Dr. Roy Kühne MdB, Mtiglied im Gesundheitsausschuss des Bundestages, im Gespräch mit der Landesfachkommission Gesundheitswirtschaft. Er appelierte an die Besonnenheit in diesem Diskurs. Um die strukturellen Probleme des Gesundheitssektors konsequent anzugehen, müsse man den Patienten wieder mehr in den Mittelpunkt stellen und einen Fokus auf die Gesamtbehandlung richten. Dabei sah er alle Stakeholder der Branche in der Pflicht. Weder dürften sich Unternehmen, noch der Bund, noch die Länder um ihre Finanzierungsverantwortung drücken.

Hinsichtlich der Bewältigung der Pandemie zeigte sich Dr. Kühne grundsätzlich zufrieden. Man habe schnelle und wirksame Lösungen gefunden und insbesondere einen guten Lernprozess vorangetrieben. Auch Stefan Eschmann empfand dies so. Zwar wünsche er sich in einigen Bereichen "eine bessere Abstimmung der Leistungserbringer der Politik", zeigte allerdings auch Verständnis für gewisse Engpässe. Aufgrund eingeschränkter Investitionsspielräume sei allerdings eine baldige Richtungsentscheidung wichtig, um wieder strukturelle Investitionen zu ermöglichen. Man müsse dafür sorgen "ambulant-stationäre Strukturen ernsthaft zu ermöglichen", damit neue Versorgungsformen finanziert werden können, so die Forderung des Vorstandsvorsitzenden der KMG Kliniken.