Cottbus am Meer - Sektion Lausitz am Ostsee
Unter dem Titel „Cottbus am Meer“ traf sich die Sektion Lausitz des Wirtschaftsrates der
CDU e.V., Landesverband Berlin-Brandenburg am Aussichtsturm Merzdorf, um sich vor Ort
über eines der bedeutendsten Strukturwandelprojekte der Lausitz zu informieren. Mit Blick
auf den Cottbuser Ostsee erläuterten Doreen Mohaupt, Bürgermeisterin und Leiterin des
Geschäftsbereiches Stadtentwicklung, Mobilität und Umwelt der Stadt Cottbus, sowie Dr. Thomas
Koch von der LEAG AG die Entwicklung des Sees und die Zukunftsperspektiven für die Region.
Zu Beginn stellte Doreen Mohaupt die wichtigsten Zukunftsprojekte der Stadt Cottbus vor.
Neben dem neuen Bahnwerk, dem Lausitz Science Park sowie zahlreichen Sport- und
Infrastrukturprojekten spielt der Cottbuser Ostsee eine zentrale Rolle für die
Entwicklung der Stadt. Rund um den See sollen in den kommenden Jahren
attraktive Strände, touristische Angebote sowie Wohn- und Freizeitmöglichkeiten
am Wasser entstehen. Gleichzeitig verwies sie auf den tiefgreifenden Wandel,
den Cottbus in den vergangenen Jahrzehnten erlebt hat: Nach Jahren der
Abwanderung verzeichnet die Stadt inzwischen wieder Zuzug. Damit rückt auch die
Schaffung von ausreichend Wohnraum zunehmend in den Fokus. Ein Thema, das unter
anderem durch den Bauturbo in Brandenburg unterstützt werden soll.
Anschließend erläuterte Dr. Thomas Koch die Entstehung des Cottbuser Ostsees.
Aus dem ehemaligen Braunkohletagebau entsteht auf einer Fläche von rund 1.900 Hektar der
größte See Brandenburgs mit einer Uferlänge von etwa 26 Kilometern. Er schilderte die einzelnen
Schritte von der Stilllegung des Bergbaus über umfangreiche Erdbaumaßnahmen bis
hin zur Flutung des Sees. Diese erfolgt in mehreren Phasen und wird zu rund 80
Prozent durch Wasser aus der Spree sowie zu etwa 20 Prozent durch Grundwasser
gespeist.
Darüber hinaus stellte Dr. Koch verschiedene Konzepte für die zukünftige Nutzung des Sees vor.
Auch innovative Projekte, wie eine schwimmende Photovoltaikanlage, wurden thematisiert.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Wasserqualität. Diese werde kontinuierlich
überwacht und entspreche den Anforderungen, sodass nach heutigem Stand keine
Gefahren zu erwarten seien. Gleichzeitig machte Dr. Koch deutlich, dass der
Cottbuser Ostsee derzeit noch nicht für die Öffentlichkeit freigegeben ist und
bis zu einer umfassenden touristischen Nutzung noch weitere
Entwicklungsschritte erforderlich sind.
Beim anschließenden gemeinsamen Austausch nutzten die Mitglieder die Gelegenheit, ihre
Fragen zu stellen und mit den Referenten ins Gespräch zu kommen. Deutlich wurde dabei:
Der Cottbuser Ostsee ist ein Leuchtturmprojekt des Strukturwandels in der Lausitz und bietet
langfristig große Chancen für Wirtschaft, Tourismus und Lebensqualität. Bis das
volle Potenzial des neuen Sees ausgeschöpft werden kann, wird jedoch noch
einige Zeit vergehen.