Gesundheitsreformen fordern Politik und Gesellschaft heraus

Landesfachkommission Gesundheitswirtschaft mit Frau Dr. Claudia Wein MdA

<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;text-justify:inter-ideograph;
line-height:115%">Auf eine neue Bundesregierung
warten umfangreiche Aufgaben bezüglich der Krankenhausreformen, erklärte die
Sprecherin für den Öffentlichen Gesundheitsdienst der CDU-Fraktion im Berliner
Abgeordnetenhaus, Dr. Claudia Wein, in der vergangenen Sitzung der Landesfachkommission
Gesundheitswirtschaft am 21. Februar. Vor den Zuhörern in der
Bundesgeschäftsstelle des Wirtschaftsrates sagte sie: „Zu sagen, ‚Wir haben
eine Agenda und ziehen die durch und dann ist alles gut‘, das sehe ich nicht
so.“

<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;text-justify:inter-ideograph;
line-height:115%"> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;text-justify:inter-ideograph;
line-height:115%">Wein, die auch stellvertretende
Vorsitzende im Ausschuss Gesundheit und Pflege ist, sprach über die Pläne zu
Sektorenübergreifenden Versorgungseinrichtungen (süV). Damit soll insbesondere
in struktur- und bevölkerungsschwachen Regionen weiterhin eine qualitätsgesicherte
medizinische Grundversorgung aufrechterhalten bleiben. Dabei handelt es sich um
Krankenhäuser, die wohnortnah stationäre Krankenbehandlungen mit ambulanten und
pflegerischen Leistungen verbinden sollen. Ein Reformprogramm löst Wein zufolge
jedoch noch nicht alle Probleme, denn: „Nur, weil ich eine Reform mache und die
Einrichtungen dann süV nenne, kriege ich immer noch keine Ärztinnen und Ärzte
in ländliche Regionen“, sagte die Abgeordnete. <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;text-justify:inter-ideograph;
line-height:115%"> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;text-justify:inter-ideograph;
line-height:115%">Dabei leisten die Kassenärzte
einen großen Teil der Versorgung. Rund eine Milliarde Mal jährlich kommt es
laut Zahlen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) zu einem Kontakt
zwischen Patienten und einem niedergelassenen Haus- oder Facharzt. 70 Prozent
der ambulanten Notfallpatienten werden von niedergelassenen Ärzten behandelt,
und 98 Prozent der Bevölkerung erreichen den nächstgelegenen Hausarzt in unter
15 Minuten. Frau Dr. Claudia Wein forderte daher: Alle Sektoren müssen in die
Reform einbezogen werden. Dazu zitierte sie den Beschluss der
Vertreterversammlung der KBV: „Wir fordern die Schaffung von gleichen
Zugangsvoraussetzungen und gleicher Vergütung für Ärztinnen und Ärzte,
Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie Krankenhäuser für eine
erfolgreiche Ambulantisierung.“<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;text-justify:inter-ideograph;
line-height:115%">Im Anschluss an ihren
Impulsvortrag stellten die Mitglieder der Landesfachkommission ihre Fragen und
teilten ihre eigenen Erfahrungen mit. <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;text-justify:inter-ideograph;
line-height:115%">