Innere Sicherheit als Standortfaktor – Wie sicher ist Berlin für Unternehmen?

Zwischen staatlicher Verantwortung und privater Vorsorge: Herausforderungen für den Wirtschaftsstandort Berlin

 

Wie eng wirtschaftlicher Erfolg
und innere Sicherheit miteinander verknüpft sind, wurde bei der Veranstaltung
des Wirtschaftsrates Berlin-Brandenburg zum Thema "Innere Sicherheit als
Standortfaktor – Wie sicher ist Berlin für Unternehmen?" deutlich.
Gastgeber war die KÖTTER Unternehmensgruppe. Gemeinsam mit Burkard Dregger MdA, innenpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im
Berliner Abgeordnetenhaus und Vorsitzender des Arbeitskreises Inneres,
Sicherheit, Ordnung und Sport, diskutierten die Mitglieder und Gäste über die Herausforderungen und Anforderungen an einen zukunftsfähigen
Sicherheitsstandort Berlin. Durch die Veranstaltung führte Mathias von Bredow,
Sprecher der Sektion Berlin, der die Diskussion zwischen Politik und Wirtschaft
moderierte und den Austausch mit den Mitgliedern begleitete.

Zu Beginn begrüßte der
Geschäftsführende Direktor der KÖTTER Security, Dirk Bürhaus, die
Teilnehmer und stellte das familiengeführte Unternehmen vor. Bereits in dritter
Generation geführt, bietet KÖTTER ein breites Leistungsspektrum von
Sicherheitsdienstleistungen, Cleaning und Personallösungen bis hin zu
Cybersecurity. Besonders im Fokus stand dabei das Konzept der hybriden
Sicherheit: Die Verzahnung von physischen und digitalen Schutzmaßnahmen gewinnt
angesichts neuer Bedrohungslagen zunehmend an Bedeutung und stellt Unternehmen
vor neue Herausforderungen.

Im anschließenden politischen
Impuls machte Burkard Dregger MdA deutlich, dass die Gewährleistung der inneren
Sicherheit zu den Kernaufgaben des Staates gehört. Gerade Berlin stehe aufgrund
seiner politischen und wirtschaftlichen Bedeutung verstärkt im Fokus von
Spionage, Terrorgefahren und ausländischen Einflussnahmen. Deshalb dürfe bei
der Sicherheit nicht gespart werden.

Dregger betonte, dass eine
moderne und leistungsfähige Polizei sowohl personell als auch technisch gut
ausgestattet sein müsse. Gleichzeitig verwies er auf die Reform des
Polizeirechts, die den Sicherheitsbehörden mehr Möglichkeiten zur Überwachung
und Gefahrenabwehr eröffne. Neben terroristischen Bedrohungen sprach er auch
die Herausforderungen durch Linksextremismus sowie die Notwendigkeit einer
resilienten Bevölkerung an. Die Koalition habe im Bereich der Inneren
Sicherheit bereits wichtige Fortschritte erzielt. Gleichzeitig warnte Dregger
davor, nachzulassen: Sicherheit müsse dauerhaft politische Priorität bleiben. 
Dies gelte auch über die kommenden Wahlen im September hinaus.

In der anschließenden Diskussion
mit den Mitgliedern wurde die Frage erörtert, welche Rolle Staat und
Privatwirtschaft künftig bei der Gewährleistung von Sicherheit übernehmen
sollten. Einigkeit bestand darin, dass Berlin grundsätzlich eine sichere Stadt
mit einer leistungsfähigen Polizei sei. Gleichzeitig wurde betont, dass der
Staat seine Kernaufgaben konsequent wahrnehmen und klare Prioritäten setzen
müsse. Private Sicherheitsunternehmen könnten dort sinnvoll ergänzen, wo sie
Unternehmen mit ihrer Expertise unterstützen und zusätzliche Schutzmaßnahmen
übernehmen können. Deutlich wurde: Innere Sicherheit ist längst nicht mehr nur
eine staatliche Aufgabe, sondern ein entscheidender Standortfaktor für
Unternehmen und damit auch für die wirtschaftliche Zukunft Berlins.