Kommunale Wärmeplanung – Anforderungen und Herausforderungen aus Sicht des BMWE

Sitzung beleuchtet Herausforderungen kommunaler Wärmeplanung und diskutiert Wege zu bezahlbarer Wärmewende heute

Am
18.11.2025 fand in den Räumen der Bundesgeschäftsstelle des Wirtschaftsrates der
CDU e.V., Landesverband Berlin-Brandenburg, eine aufschlussreiche Sitzung der
Landesfachkommission Energie, Industrie und Rohstoffpolitik statt. Im
Mittelpunkt stand dabei das Thema: Kommunale Wärmeplanung – Anforderungen und
Herausforderungen aus Sicht des BMWE. Unter der Leitung von Simone Ertel,
Vorsitzende der LFK, stand die Sitzung für die zukünftige Wärmeversorgung der Kommunen,
um konkrete Handlungsoptionen für den Standort Berlin ableiten zu können.

Als
besonderen Gast durfte die Kommission Stephanie von Ahlefeldt, Abteilungsleiterin
für Wärme im BMWE, begrüßen. Im Vordergrund standen die Fragen: Gibt es
Spielräume für die Umsetzung der Handlungsoptionen und welche Hürden gilt es
dabei zu überwinden? Die Berliner Wärmestrategie verfolgt das Ziel, bis 2045
eine treibhausgasneutrale und resiliente Wärmeversorgung sicherzustellen. Ein
zentraler Bestandteil ist dabei die Dekarbonisierung der Wärmenetze, wobei bis
2030 mindestens 50 % der Wärme aus erneuerbaren Energien stammen sollen.
Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohnern müssen bis Juni 2026 einen Wärmeplan
vorlegen, wobei der Fokus auf Gebieten mit hohem Fernwärmepotenzial liegt, die
durch eine Verdichtung der Fernwärmeinfrastruktur profitieren sollen.

Kernfragen unserer
Mitglieder der anschließenden Diskussion waren die Kostenneutralität der
Wärmestrategie sowie der Umgang mit dem Investitionsstau. Die notwendigen
Investitionen in die Modernisierung der bestehenden Wärmeinfrastruktur
erfordern finanzielle Mittel, die sowohl für Kommunen als auch für Verbraucher
tragbar sein müssen. Frau Ahlefeldt appellierte an eine technologieoffene
Umsetzung der Strategie, um sicherzustellen, dass die Maßnahmen mit CO₂-
Einsparung bezahlbar bleiben. Dabei wurde die Wärmelieferverordnung als
wichtiges Instrument zur Gewährleistung einer fairen und transparenten
Wärmeversorgung hervorgehoben. In der Diskussion wurde sowohl die
Kraft-Wärme-Kopplung als effiziente Technologie zur Steigerung der
Energienutzung als auch das geplante Effizienzgesetz als Schlüssel zur
Verbesserung der Wärmenutzung betont.

Die Berliner
Wärmestrategie ist ein komplexer Prozess, der eine enge Zusammenarbeit zwischen
Bund, Ländern, Kommunen und der Industrie erfordert. Die Sitzung machte vor
allem deutlich: Der Erfolg der Strategie hängt von der Entwicklung klarer
Marktinstrumente ab. Die Frage bleibt, wie die Wärmestrategie des Bundes
konkret umgesetzt werden kann, um die Klimaziele zu erreichen und gleichzeitig
eine faire, bezahlbare Wärmeversorgung zu gewährleisten.