Sektion Westbrandenburg im Gespräch mit dem Oberbürgermeister: Stadt- und Landentwicklung in Westbrandenburg
Wie kann sich Brandenburg an der Havel als Wirtschafts- und Lebensstandort weiterentwickeln und welche Perspektiven ergeben sich für Westbrandenburg? Über diese und weitere Fragen sprach der Wirtschaftsrat Berlin-Brandenburg mit Daniel Keip, Oberbürgermeister der Stadt Brandenburg an der Havel, im Rahmen der gestrigen Sektionsveranstaltung im Rathaus der Stadt unter dem Titel „Im Gespräch mit dem Oberbürgermeister: Stadt- und Landentwicklung in Westbrandenburg“. Der Sektionssprecher, Torsten Schoch, leitete die Mitglieder und Gäste des Wirtschaftsrates durch die Veranstaltung.

Im Mittelpunkt des Austauschs standen die wirtschaftlichen Potenziale der Stadt, die demografische Entwicklung und die Perspektiven für Unternehmen und Investoren. Daniel Keip hob insbesondere den industriellen Kern, die starke mittelständische Wirtschaftsstruktur und die vorhandene Wertschöpfung als wichtige Säulen des Standorts hervor. Ziel sei es, Arbeitsplätze zu sichern, Fachkräfte in der Region zu halten und langfristig eine stabile Einwohnerzahl zu erreichen.
Dabei kann Brandenburg an der Havel auf verschiedene Standortvorteile bauen: eine gute Anbindung an Berlin, verfügbare Gewerbe- und Bauflächen, einen historischen Stadtkern sowie steigende Tourismuszahlen. Auch die schulische und berufliche Bildung, die Förderung von Ausbildung und das bestehende Gründerzentrum leisten einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Stadt. Darüber hinaus sollen beschleunigte Verfahren und attraktivere Rahmenbedingungen den Wohnungsbau voranbringen. Denn ausreichend Wohnraum und attraktive Lebensbedingungen seien entscheidend, um insbesondere junge Menschen und Familien für die Stadt zu gewinnen. Mit Blick auf die Bevölkerungsentwicklung sieht der Oberbürgermeister positive Ansätze. Die Stadt befinde sich auf einem guten Weg, ihre Einwohnerzahl weiter zu steigern und den Herausforderungen des demografischen Wandels zu begegnen.
In der anschließenden Diskussion mit den Mitgliedern wurden unter anderem der Gebäudetyp E, die Vor- und Nachteile des seriellen Bauens, Bürokratieabbau und die Weiterentwicklung der Bauordnung thematisiert. Weitere Schwerpunkte waren die Infrastruktur und Verkehrsanbindung sowie die Arbeitsmarktsituation in der Stadt.
Der Austausch verdeutlichte, wie eng wirtschaftliche Entwicklung, Wohnungsbau und demografischer Wandel miteinander verbunden sind. Der Wirtschaftsrat Berlin-Brandenburg bedankt sich bei Oberbürgermeister Daniel Keip für die Gastfreundschaft, die Einblicke und den offenen Dialog sowie bei allen Mitgliedern für die engagierte Diskussion.
