Strukturwandel in der Lausitz

Zwischen Kohleausstieg, Innovation, Investitionen und neuen wirtschaftlichen Perspektiven für die Region

Die Sektion
Süd-Brandenburg des Wirtschaftsrates der CDU e.V., Landesverband
Berlin-Brandenburg, diskutierte über den Strukturwandel in der Lausitz. Eingeleitet
wurde die Veranstaltung durch den Sektionsvorsitzenden Dr. Alexander Hewer,
Kaufmännischer Vorstand, Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem. Im Zuge
der Veranstaltung diskutierten Mitglieder und Gäste des Wirtschaftsrates mit
den Impulsgebern Wolfgang Roick MdL (SPD), Vorsitzender Sonderausschuss
Strukturentwicklung in der Lausitz sowie Harald Altekrüger (CDU), Landrat des
Landkreises Spree-Neiße.

Die Lausitz steckt mitten im
Strukturwandel. Dabei geht die Region Schritt für Schritt weg von der
Braunkohle, hin zu erneuerbaren Energien. Mit dem
Kohleverstromungsbeendigungsgesetz (KVBG) wurde im August 2020 der schrittweise
Ausstieg aus der Kohleverstromung bis spätestens 2038 festgelegt. Die Redner
dieser hochaktuellen Veranstaltungen zeichneten ein differenziertes Bild dieses
Transformationsprozesses: Sie zeigten auf, welche Meilensteine die Lausitz
bereits erreicht hat, benannten offen die konkreten Herausforderungen und
machten zugleich deutlich, welche wirtschaftlichen und strukturellen Potenziale
im Wandel liegen.

In ihren Impulsen erläuterten die
Redner die rechtlichen Grundlagen des Strukturwandels. Der Landtagsabgeordnete
Roick stellte zudem die Umsetzung zentraler Projekte sowie die maßgeblichen
Förderinstrumente vor. Im Fokus stand insbesondere die Medizinische Universität
Lausitz als Leuchtturmprojekt des Wandels. Mit ihrer bevorstehenden Eröffnung
setzt die Region ein Signal für Wissenschaft und Innovation und will zugleich
dem Ärztemangel langfristig entgegenwirken.

Auch Landrat Altekrüger äußerte
sich optimistisch zur weiteren Entwicklung der Lausitz. Trotz aller
Fortschritte bleibe die Bürokratie in einzelnen Fällen eine zentrale Hürde, die
Prozesse verlangsame. Mit Blick auf die Zukunft betonte er die Notwendigkeit, Ansiedlungen
gezielt zu fördern. Entscheidend sei dabei, die Attraktivität der Region
konsequent weiter auszubauen, beispielsweise durch verlässliche
Rahmenbedingungen und eine leistungsfähige Infrastruktur.

Auch in der anschließenden
wirtschaftspolitischen Diskussion standen zentrale Zukunftsfragen im
Mittelpunkt. Vor allem ging es darum, wie die Lausitz für ihre Bürger, insbesondere
für junge Menschen, dauerhaft attraktiv bleiben kann. Einig war man sich: Die
Region muss Perspektiven bieten, um Abwanderung zu verhindern und lebendige
Städte zu sichern.

Wir bedanken uns herzlich bei
Wolfgang Roick MdL (SPD), Vorsitzender Sonderausschuss Strukturentwicklung in
der Lausitz sowie Harald Altekrüger (CDU), Landrat des Landkreises Spree-Neiße für
die reichhaltigen Impulse und die spannende Diskussion und freuen uns schon
jetzt auf den nächsten Austausch! Ebenfalls bedanken wir uns bei der LEAG GmbH
Cottbus für die Gastfreundschaft.