Thema Stadtentwicklung - Wirtschafts- und Innovationsstandort Berlin-Brandenburg

LFK Metropolregion Berlin-Brandenburg mit Lucas Schaal MdA und Agnes von Matuschka

Lucas Schaal MdA, Mitglied im Haushaltsausschuss, Mobilität
und Wirtschaft, CDU-Fraktion, Abgeordnetenhaus von Berlin und Agnes von
Matuschka, Geschäftsführerin, Potsdam Science Park Standortmanagement Golm GmbH
zum Thema „Stadtentwicklung/ Wirtschafts- und Innovationsstandort
Berlin-Brandenburg“

Frau von Matuschka startete Ihre Ausführungen mit der
Vorstellung des Science Park Potsdam.

Vor den Toren der Landeshauptstadt Potsdam ist in den
zurückliegenden Jahren der größte Wissenschaftspark des Landes Brandenburg
entstanden. Der Potsdam Science Park (früher Wissenschaftspark Golm) befindet
sich in direkter Nachbarschaft zur Universität Potsdam und ist Standort für
namhafte Institute der Fraunhofer- und Max-Planck-Gesellschaft.

Internationalität und Interdisziplinarität kennzeichnen
diesen Standort, an dem heute bereits mehr als 600 Wissenschaftler und
Mitarbeiter arbeiten. In diesem exzellenten wissenschaftlichen Umfeld werden
Grundlagenforschung und Lehre ebenso betrieben, wie anwendungsorientierte und
industrienahe Forschung. Ziel ist es, an diesem Standort eine
Wertschöpfungskette von Wissenschaft und Wirtschaft zu schaffen. Durch die
gezielte Förderung und Ansiedlung junger, innovativer Unternehmen, sollen
Forschungsergebnisse schneller in neue Produkte und Technologien umgesetzt
werden.


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Um diese Entwicklung zu unterstützen, wird am Standort Golm
gegenwärtig ein wissenschafts-orientiertes Innovations- und Gründerzentrum
errichtet: Das GO:IN.

Das GO:IN wird Existenzgründern aus der
Wissenschaft, kleinen und mittleren Unternehmen sowie Kooperationspartnern der
Institute und der Universität die Möglichkeit geben, sich in unmittelbarer Nähe
der wissenschaftlichen Kapazitäten anzusiedeln, um damit die Zusammenarbeit
enger und direkter zu gestalten. Angestrebt werden etwa 200 Arbeitsplätze
insbesondere auf den Gebieten Biochemie, Chemie, Werkstofftechnik und
physikalische Technik

Wichtige Einrichtungen und Institutionen des Potsdam Science
Park sind:

  • Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie
  • Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung
  • Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik

  • (Albert-Einstein-Institut)
  • Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung
  • Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität
    Potsdam

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Abgeordneter Lucas Schaal folgte mit seinen Ausführungen zur
Gesamtsituation „Verkehr, Standortpolitik und Stadtentwicklung“ in der
Hauptstadt.

Die Situation am BER Flughafen wurde thematisch erfasst und
umrissen und er fordere mehr Entwicklung in den internationalen Anbindungen.
Schaal nannte das Beispiel, dass nur sechs Langstreckenflügen die Woche vom
Willy-Brandt-Flughafen abgehen würden. Bürger fordern einen größeren Druck
seitens der Politik, um eine bessere Anbindung Berlins im internationalen
Flugverkehr zu gewährleisten.

Auf den Straßen der Hauptstadt sei eine stärker werdende
Aggressionsbereitschaft der Verkehrsteilnehmer zu erkennen. Allgemein und in
Bezug auf den Bezirk Mitte sieht er eine Problematik der grünen Verkehrspolitik.
Zum Thema ÖPNV in der Hauptstadtäußerte Lucas Schaal die Grundversorgung der
Stadt als gefährdet. In den kommenden 5 Jahren werde Berlin einen Bedarf von
mehr als 600 Busfahrer haben. Das ist der Überalterung geschuldet. Auch sieht
er den Bevölkerungszuwachs auf unterschiedlichen Ebenen als schwieriges
Unterfangen und weist auf das altersbedingte Ausscheiden vieler Arbeitnehmer
des Berliner Verwaltungsapparates.

Lucas Schaal spricht vom Potential des URBAN TECH
REPUBLIC-Areal auf dem ehemaligen Flughafengeländes von Tegel und verweist auf
die wachsende Start-up-Szene. Staatliche Investitionen kommen derzeit u.a. auch
diesem Gelände zugute.

Schaal spricht sich für die Förderung junger Menschen aus
und initiiert die Jugendwirtschaftskonferenz „Was ist der Unternehmer?“. Für
die Entwicklung der Gesellschaft sei es wichtig junge Menschen an das
Unternehmertum etc. heranzuführen und zu unterstützen. Er schlägt dabei vor,
dass mehr Kooperationen stattfinden sollten, so auch z. B. mit dem
Wirtschaftsrat.

















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