Wirtschaftspolitisches Frühstück des Landesverbandes Berlin-Brandenburg

Der BER als Standortfaktor: Einblicke in Flughafen, Infrastruktur und wirtschaftliche Perspektiven für Berlin-Brandenburg

Der Wirtschaftsrat Berlin-Brandenburg hat zum wirtschaftspolitischen Frühstück in den Capital Club Berlin eingeladen. Im Mittelpunkt des Austauschs stand die Entwicklung des Flughafens Berlin Brandenburg (BER) und seine Bedeutung für die Wirtschaftsregion Berlin-Brandenburg. Als Gesprächspartnerin gab Aletta von Massenbach, Vorsitzende der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, Einblicke in die aktuelle Situation des Flughafens, seine wirtschaftliche Rolle und die Perspektiven für den Standort.


Nach einer kurzen Begrüßung durch den Berliner Sektionssprecher Mathias von Bredow stand zunächst die politische Lage in Berlin im Mittelpunkt. Er ordnete die Ergebnisse der vergangenen Abgeordnetenhauswahl ein und gab einen Ausblick auf die anstehenden Koalitionsverhandlungen sowie mögliche politische Weichenstellungen.


Anschließend stellte Aletta von Massenbach die Entwicklung des BER anhand zentraler Kennzahlen zu Passagierzahlen, Destinationen und Airlines vor und ordnete diese im europäischen Vergleich ein. Dabei ging es insbesondere um die Bedeutung des Flughafens für die internationale Anbindung und die wirtschaftliche Entwicklung der Region sowie um die Frage, wie der BER seinen Stellenwert für den Wirtschaftsstandort weiter ausbauen kann.


Ein zentraler Punkt war die Attraktivität des Standorts für Unternehmen und Investoren. Dabei wurde auch auf die im internationalen Vergleich hohe Steuer- und Abgabenbelastung in Deutschland und deren Bedeutung für die Standortattraktivität hingewiesen.  Es brauche verlässliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen und ausreichend Raum für Investitionen und unternehmerisches Engagement. Gerade die Region Schönefeld bietet Potenzial für ein leistungsfähiges wirtschaftliches Umfeld rund um den Flughafen.


Auch Infrastruktur und Nachhaltigkeit wurden in der anschließenden Fragerunde mit den Mitgliedern diskutiert. Thematisiert wurden unter anderem die hohen Nebenkosten des Flughafens sowie die Netzinfrastruktur in Brandenburg. Gleichzeitig verändern steigende Nachhaltigkeitsanforderungen und alternative Reisemöglichkeiten, etwa durch das Bahnangebot, das Reiseverhalten der Menschen.

Zum Abschluss richtete sich der Blick auf die Rolle der Bundespolitik. Im Mittelpunkt stand der Wunsch nach verlässlichen und planbaren Rahmenbedingungen, innerhalb derer Unternehmen eigene Entscheidungen treffen und Entwicklungspotenziale ausschöpfen können.

Das wirtschaftspolitische Frühstück bot damit einen vielseitigen Einblick in die Perspektiven des BER und seine Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Berlin-Brandenburg. Ein herzlicher Dank gilt Aletta von Massenbach für den offenen Austausch und die vielfältigen Impulse.