Bremerhaven spielt für die Bundeswehr eine strategisch bedeutende Rolle

Business Lunch mit Stadtrat Maximilian Charlet

Beim Business Lunch in Bremerhaven begrüßte Sektionssprecher
Philipp von der Heide Bremerhavens Baustadtrat Maximilian Charlet.
Seit etwa einem Jahr ist Charlet für die Stadtentwicklung zuständig. Welche
Herausforderungen ihm dabei begegnet sind und welche Vorhaben er verfolgt,
durften die Mitglieder beim Lunch im Ristorante Scala erfahren.

Ein erstes großes Thema ist die öffentliche Infrastruktur, wie
Straßen, Brücken und der öffentliche Nahverkehr. Hier wird zu wenig investiert
und falsche Prioritäten gesetzt.

Ein zweites relevantes Thema für Charlet ist die Nähe zu
Niedersachsen. Der Wohnraum im Umland ist günstiger, daher für viele Menschen
attraktiver. Ziel müsse es sein, die Stadt wieder lebenswerter zu machen, um im
Wettbewerb mit dem niedersächsischen Umland zu bestehen. Dazu müssten
sogenannte „Problemimmobilien“ in den Griff bekommen werden. Über 300
Immobilien stünden unter Beobachtung und sollen laut Charlet künftig
systematisch – zwei Mal pro Woche über ein Jahr hinweg – kontrolliert werden.
Um eine Verbesserung der Lage zu erreichen, sei es wichtig, dass Fehlverhalten
Konsequenzen habe. Dafür brauche es Durchhaltevermögen, zumal der Rechtsrahmen
schwierig sei.

Ein sehr aktuelles und bedeutendes Thema sind die
Milliardeninvestitionen des Bundes in die Hafeninfrastruktur in Bremerhaven.
Charlet betonte, dieses Geld müsse zügig verbaut werden. Bremerhaven spielt für die Bundeswehr eine zentrale Rolle. Entsprechend ist vorgesehen, die Hafeninfrastruktur zukunftsfähig und bedarfsgerecht auszubauen. Darin lägen große Chancen für die Stadt.

Mit den geplanten Investitionen eröffnen sich zudem
Perspektiven für die Ansiedlung von Zulieferbetrieben und industrienahen
Dienstleistern. Insbesondere in den Bereichen Logistik, Bau, Technik und
Wartung kann zusätzliche Wertschöpfung in der Region entstehen. Voraussetzung
dafür sind attraktive Gewerbeflächen, eine leistungsfähige Infrastruktur sowie
verlässliche Rahmenbedingungen für Unternehmen.

Es brauche jetzt eine klare Zielrichtung und eine intensive
Kommunikation in allen Bereichen.