Soziale Marktwirtschaft und Technologieoffenheit sind der Zukunftsschlüssel

Anlässlich
des 60-jährigen Jubiläums des Wirtschaftsrates lud der Landesverband Bremen seine
Mitglieder zur Veranstaltung „Energiewende,
Industrie und Infrastruktur: Das Land Bremen muss seine Chancen im
internationalen Wettbewerb nutzen!“ ein. Als Ehrengast nahm der
CDU-Bundesvorsitzende und ehemalige Vizepräsident des Wirtschaftsrates,
Friedrich Merz, mit einer tiefgründigen Rede teil. Darüber hinaus setzten der
Landesvorsitzende Jörg Müller-Arnecke und der CDU-Bürgermeisterkandidat Frank
Imhoff wichtige Impulse in ihren Ausführungen zur Bremischen Wirtschaft.
Der Landesvorsitzende des Wirtschaftsrates Bremen,
Jörg Müller-Arnecke skizzierte in seiner Begrüßung die aktuellen Missstände in der
Bremischen Landes- sowie in der Bundespolitik. Er betonte: „Das fehlende
Ausweisen von Gewerbeflächen, fehlender Fortschritt im Ausbau der Infrastruktur
und der große vorherrschende Mangel an Kita-Plätzen konnten durch den linken
Senat nicht gelöst werden. Insbesondere für Norddeutschland brauchen wir eine
Rückkehr zu einer funktionierenden Infrastruktur und mehr
verantwortungsbewusstes Unternehmertum. Wir müssen den Norden zum künftigen
Energiestandort des gesamten Landes machen.“ Hierfür brauche es die Einbindung
der Wirtschaft.
Friedrich Merz ordnete die Rolle der Sozialen
Marktwirtschaft im Zusammenhang mit dem Transformationsprozess hin zu
erneuerbaren Energien ein. „Wie wird unser Land im Jahr 2033 aussehen? Wie
bewerten wir die zukünftigen globalen Veränderungen? Ich bin mir sicher, dass
wir vor großen tektonischen Verschiebungen in der Weltpolitik stehen. Wir
werden noch erleben, dass im Besonderen die Volksrepublik China zum neuen
ökonomischen und politischen Machtzentrum der Welt heranwachsen wird. Europa
spielt jedoch weiterhin eine zentrale Rolle, sofern wir auch im nächsten
Jahrzehnt entschlossen für Frieden und Freiheit zusammenstehen. Vor allem die
fatalen Konsequenzen der globalen Erderwärmung werden uns allen viel
abverlangen“, so Merz. Marktwirtschaftliche Instrumente und
Technologieoffenheit seien der Schlüssel zu einer geringeren Nutzung fossiler
Brennstoffe. Dafür brauche es mutige Unternehmerinnen und Unternehmer.
„Es müssen Veränderungen stattfinden, um
Wohlstand und Prosperität weiterhin gewährleisten zu können. Dafür müssen wir
als Bundesrepublik Deutschland wettbewerbsfähig bleiben. Gemeinsam mit den
vielen tüchtigen Geschäftsleuten werden wir auch weiterhin für eine gute
Industriepolitik sorgen und die Transformation zu den Erneuerbaren zu einem
Erfolg machen“, betonte Merz. „Die CDU Deutschlands hat unser Land dorthin
geführt, wo es heute steht. In der gesamten Geschichte unserer Partei bin ich
erst der zehnte Bundesvorsitzende. Das zeigt, dass die Christlich-Demokratische
Union der Garant für Stabilität in unserem Land ist. Die CDU ist zudem sowohl
eine Partei für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer als auch eine starke Stimme für
unsere Unternehmerinnen und Unternehmer. Die Menschen in Deutschland wissen,
dass es ihnen gut geht, wenn es auch den Unternehmen gut geht.“
Abschließend ergriff der Bremer Spitzenkandidat
und Bürgerschaftspräsident Frank Imhoff das Wort. Er stellte heraus, dass die Bremer
Wirtschaftssenatorin während der Legislaturperiode unzureichende Arbeit geleistet
habe. Die hohe Arbeitslosenquote und die geringe Beteiligung der Unternehmer bei
Schlüsselentscheidungen der Politik seien nicht zufriedenstellend. Die
Bildungsmisere in Bremen werde durch die Vergleiche in Pisa-Tests immer
deutlicher. Imhoff verwies nachdrücklich auf das Wahlprogramm der CDU zur Bürgerschaftswahl
und betonte: „Wir brauchen eine schnelle Rückkehr zu Ziffernoten ab der dritten
Klasse und müssen die Kinder in unserem Land wieder besser ausbilden, damit sie
anständig Lesen, Rechnen und Schreiben lernen. Bereits in jungen Jahren entscheidet
sich die Zukunft der Kinder, und dies hat einen elementaren Einfluss auf den
Mangel an Fachkräften und den gesamten Arbeitsmarkt. Die Stärkung der Bremischen
Wirtschaft ist ein eminentes Anliegen unserer Politik. Rheinmetall, unsere
Häfen, Airbus, Mercedes oder OHB sind wichtige Triebfedern der hiesigen
Wirtschaft.“