Wirtschaftsrat Bremen dringt auf Schulöffnungen

Landesvorsitzender Müller-Arnecke: Eltern ist mit verlässlicher Kinderbetreuung mehr als mit Einmalzahlungen gedient

Besonders schwierig sei die Situation für Alleinerziehende oder Doppelverdiener, die auf ihren Rücken die - anfangs notwendigen - Maßnahmen in Schulen und Kitas zu tragen haben. Neben der Doppelbelastung aus Homeoffice und Homeschooling seien vielfach auch die digitalen Möglichkeiten und die Erreichbarkeit eine Herausforderung. Daher betonte der Landesvorsitzende Müller-Arnecke: „Das Wichtigste ist eine zügigere Rückkehr zum normalen Alltag in Schulen und Kindergärten, deren Hinterherhinken hinter anderen gesellschaftlichen Bereichen immer weniger glaubwürdig vermittelbar ist. Es darf nicht jeder bedauerliche Einzelausbruch, der die Statistik verreißt, als Anlass genommen werden, Zweifel an einer generellen Rückkehr zu geregelten Verhältnissen zu säen. Für erneute flächendeckende Schließungen gibt es keine Akzeptanz mehr.“

Dauerhafte Kita- und Schulschließungen erschweren die Rückkehr der gesamten Volkswirtschaft zur Normalität. Deshalb fordert Jörg Müller-Arnecke: „Wir brauchen ein schlüssiges Konzept für die Schulen und Kitas nach den Sommerferien. Dafür müssen die nächsten Wochen dringend genutzt werden. Auch für schulische Einrichtungen gibt es geeignete Maßnahmen für Hygiene und Gesundheitsschutz, wie sie andernorts längst angewandt werden. Bisher hangeln sich zehntausende Eltern bis zu den Sommerferien, aber mit sehr großen Sorgen für die Zeit danach.“ Es müsse schon heute klar sein: Auch wenn im Herbst immer noch kein Impfstoff vorhanden ist, können nicht einfach wieder flächendeckend Schließungen von Schulen und Kitas verfügt werden.



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