Mitgliederversammlung mit Dennis Thering MdHB, Vorsitzender der CDU in Hamburg

Einstimmig hat die Mitgliederversammlung die neuen
Delegierten und Ersatzdelegierten des Landesverbandes Hamburg für die
Bundesdelegiertenversammlungen 2025/2026 bestimmt. In seiner Rede vor den
versammelten Mitgliedern stellte Dennis Thering MdHB im Vorfeld der
Bürgerschaftswahlen im März 2025 Lösungsansätze für die Probleme in Hamburg
vor.
Die aus seiner Sicht vorhandenen Probleme sprach Thering
direkt zu Beginn seiner Ausführungen an: „Ein Hafen im Sinkflug, eine ungelöste
Flüchtlingskrise, steigende Kriminalität, eine einseitige wirtschaftsschädliche
Verkehrspolitik, Fehler in der Stadtentwicklung und ein erlahmender
Wohnungsbau, wo es kaum noch gelingt, in unserer Stadt neuen Wohnraum zu
schaffen.“ Um diese zu lösen, brauche es in Hamburg insgesamt einen neuen
Aufbruch: „Wir brauchen eine wirtschaftspolitische Konzeption, die die Stärken
unserer Stadt nutzt und endlich wieder neue Impulse freisetzt. Hamburgs
Wirtschaft und insbesondere unser Hafen müssen mit frischen Ideen, frischen
Innovationen und ideologiefreiem Pragmatismus wieder an die Spitze in unserem
Land geführt werden“, forderte er. Eine starke Wirtschaft sichere Arbeitsplätze
und Wohlstand, sie sei immer die Voraussetzung für einen funktionierenden
Sozialstaat. Für Hamburg müsse dieses Selbstverständnis politische
Handlungsmaxime sein.
„Wir müssen endlich die Digitalisierung und die
demografische Entwicklung gestalten, wir müssen selbst wichtige
Infrastrukturprojekte für den Wirtschaftsstandort vorantreiben, statt ihn immer
wieder zu zerreden und wir müssen vor allem auch wieder für Verlässlichkeit und
Planbarkeit sorgen, wir müssen endlich energisch Bürokratie abbauen und davon
wegkommen, immer wieder neue Verbote, neue Auflagen zu schaffen“, erklärte Dennis
TheringMdHB, bevor er sich eingehender dem Hafen zuwandte und für
diesen ein Zukunftsbild aus drei Teilen zeichnete.
Der Hafen brauche erstens mehr Wettbewerb. Dass die
Stadt eine strategische Partnerschaft mit MSC eingegangen sei und große Teile
der kritischen Infrastruktur an MSC verkauft habe, sei dafür eine fatale
Entscheidung gewesen. Zweitens müssten endlich Entscheidungen getroffen werden,
was mit den freien Flächen im Hafen passieren solle. „Es muss alles dafür getan
werden, dass diese Flächen für den Betrieb eines Containerterminals
hergerichtet werden und dass dieses Terminal einen Automatisierungsgrad von 100
Prozent aufweisen kann“, so der CDU-Fraktionschef. Die Flächen böten außerdem
das Potenzial, ganz gezielt neue Unternehmen im Hafen anzusiedeln, die auf der
Unternehmerseite neue Impulse für den Hafen brächten. Und drittens brauche es
eine resiliente und vor allem zukunftsfähige Hafeninfrastruktur, die es aktuell
leider nicht gebe. Dazu gehörten die neue Köhlbrandquerung, der Bau der A26 Ost,
aber auch die Sanierung und Instandhaltung der Kaimauern.