Pressemitteilung
Abschaffung der Gasspeicherumlage ist wichtiges Signal für Industrie, Standort und Klima – insbesondere in Hessen
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:8.0pt;text-align:justify;line-height:
115%">Wirtschaftsrat Hessen –
Die Abschaffung der Gasspeicherumlage ist ein richtiger und wichtiger Schritt
zur Entlastung der energieintensiven Industrie in Deutschland. Sie stärkt nicht
nur die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, sondern ist zugleich ein Beitrag
zum Klimaschutz – denn wer industrielle Produktion in Deutschland hält,
verhindert die Verlagerung in Länder mit niedrigeren Umweltstandards.
115%">„Es ist richtig, den
Klima- und Transformationsfonds (KTF) so zu nutzen, dass auch
Transformationskosten für die Wirtschaft abgefedert werden“, erklärt Björn
Vortisch, Gesellschafter der enexion GmbH und Co-Vorsitzender der
Landesfachkommission Umwelt- & Energiepolitik des Wirtschaftsrats Hessen.
„Das dient dem Klima, wenn wir industrielle Wertschöpfung in Deutschland
halten, statt eine schleichende Deindustrialisierung in Kauf zu nehmen.
Verlagerung von Produktion bedeutet praktisch immer, dass an anderer Stelle
unter schlechteren Umweltbedingungen weiterproduziert wird – mit höheren
globalen Emissionen als Folge.“<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:8.0pt;text-align:justify;line-height:
115%">Dr. Kai Schaefer,
Geschäftsführer von Schaefer Kalk mit Standorten in Hessen und Rheinland-Pfalz,
betont: „Als energieintensives Unternehmen begrüßen wir die Abschaffung der
Gasspeicherumlage ausdrücklich. Sie hilft uns, unsere Vorprodukte
wettbewerbsfähig anbieten zu können und sichert damit unsere Standorte und
Arbeitsplätze – auch in Hessen. Gleichzeitig leisten wir so einen Beitrag zur
Stabilität der industriellen Wertschöpfungsketten in Deutschland.“<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:8.0pt;text-align:justify;line-height:
115%">Auch aus Sicht der
Energiedienstleister ist die Maßnahme ein wichtiges Signal. Mario Beck,
Geschäftsführer der Süwag Vertrieb AG & Co. KG und Co-Vorsitzender der
Landesfachkommission Umwelt- & Energiepolitik des Wirtschaftsrats Hessen,
erklärt: „Als Energiedienstleister für rund 19.000 mittelständische Unternehmen
– viele davon mit Sitz in Hessen – begrüßen wir jede Entlastung – sei es bei
der Gasspeicherumlage oder der Stromsteuer. Letztere sollte für alle
Verbraucher auf das EU-Mindestmaß reduziert werden. Wir erwarten von der
Bundesregierung und den sie tragenden Parteien, dass sie in den weiteren
Beratungen zu den Vereinbarungen des Koalitionsvertrags zurückkehren und alle
Verbraucher entlasten. Differenzierungen nach Branchen wie im Haushaltsentwurf
vorgesehen würden ein neues Bürokratiemonster erschaffen. Stattdessen muss die
breite Senkung staatlicher Belastungen bei Strom und Gas der Maßgabe folgen,
das energiepolitische Zieldreieck aus Versorgungssicherheit, Klimaschutz und
Bezahlbarkeit wieder stärker ins Gleichgewicht zu bringen. Die Bezahlbarkeit
darf dabei nicht aus dem Blick geraten – sie ist die Voraussetzung für einen
erfolgreichen Wandel.“<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:8.0pt;text-align:justify;line-height:
115%">Die Finanzierung der
Gasspeicherkosten über den KTF entlastet nicht nur unmittelbar Industrie und
Mittelstand, sondern erhöht auch die Planungssicherheit für Investitionen in
Transformation und Klimaneutralität – gerade im wirtschaftsstarken Bundesland Hessen,
das zahlreiche energieintensive Betriebe und Mittelständler beheimatet. Damit
wird deutlich: Klimaschutz und wirtschaftliche Stärke sind kein Widerspruch –
wenn die Rahmenbedingungen stimmen.