Eine Region mit Zukunft? Die Stadtentwicklung der Stadt Frankfurt am Main

Das
Rhein-Main-Gebiet mit seiner Metropolstadt Frankfurt ist mit ca. 4,7 Mio.
Menschen im Vergleich zu anderen Metropolregionen verhältnismäßig klein.
Dennoch ist Frankfurt international bekannt und mit seiner einzigartigen
Skyline ein Symbol der deutschen Finanzbranche.
Durch
die steigenden Zinsen für Baukredite und die explodierenden Energiekosten
spitzt sich die Lage auf dem Immobilienmarkt zu. Ebenso verschärfen die
steigenden Mieten und Preise für Wohneigentum den Fachkräftemangel in der
Region. Die öffentliche Hand sowie Unternehmen sind gefordert mit Maßnahmen wie
der städtischen Nachverdichtung und großzügigen Homeoffice-Angeboten
gegenzusteuern.
Nach
der Begrüßung durch den Frankfurter Sektionssprecher Uwe Fröhlich, Co-Vorstandsvorsitzender der DZ BANK, stellte Michael Burkhart, Standortleiter
Frankfurt der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC, die Studie
zur Mietentwicklung in Frankfurt vor.

Dabei worden 400 Berufstätige im Alter von 18 bis
65 Jahren im Rhein-Main-Gebiet befragt. Inhalt der Studie ist die Zufriedenheit
bzw. Unzufriedenheit diverser Aspekte, wie beispielsweise die
Einkaufsmöglichkeiten, Verkehrsinfrastruktur, Mieten, etc. Eine
Mehrheit von 96 Prozent (Vorjahr: 92 Prozent) der Berufstätigen gaben an, dass sie
sich im Rhein-Main-Gebiet wohlfühlen.
Allerdings wuchs ebenso der Unmut über die Lage auf dem
Wohnungsmarkt, da nur ein Viertel der Berufstätigen mit den Kosten für
Wohneigentum und den Mietpreisen zufrieden
waren. Die
extrem angespannte Situation auf dem Wohnungsmarkt frustrierte nicht nur die
befragten Berufstätigen. 79 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die
aktuelle Lage auf dem Immobilienmarkt Unternehmen vor das Problem stellt,
Fachkräfte zu finden.
Ebenso beinhaltet die Studie Lösungsansätze wie etwa die städtische
Nachverdichtung, eine finanzielle Unterstützung oder der Ausbau von Homeoffice.

Anschließend wurden die Ergebnisse unter Moderation von Susanne Eickermann-Riepe, Mitglied des
Vorstandes der ICG Germany und Vorstandsvorsitzend des RICS Deutschland &
Europa diskutiert. Dr. Constantin Westphal, Geschäftsführer der Nassauischen Heimstätten, startete die
Diskussion und sagte: „Die
Metropolregion Frankfurt steht vor besonderen Herausforderungen, bezahlbaren
Wohnraum in einem volatilen Hochpreisumfeld zu schaffen“. Der wirtschafts- und
wohnungsbaupolitische Sprecher der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Heiko
Kasseckert MdL, befürchtet, dass Wohnen neben Energie die Existenzfrage der
nahen Zukunft wird.Daher fordert er: „Der Wachstum in den Ballungsräumen können
wir nur mit mehr bezahlbarem Wohnraum und einer besseren ÖPVN-Anbindung
begegnen, um die Räume zu erweitern.“
Ein weiteres Thema der Diskussion war der Fachkräftemangel und
die betroffenen Sektoren wie der Einzelhandel, Pflege, Kinderbetreuung sowie
die Gastronomie. Sebastian Trippen, Mitglied der Geschäftsführung der IHK
Frankfurt, ergänzt: „Der Fachkräftemangel
hat sich zu einer erheblichen Herausforderung für die hiesige Wirtschaft
entwickelt, ausreichend beziehbarer Wohnraum für von den Unternehmen dringend
benötigen Fachkräfte ist ein wesentlicher Faktor zur Bekämpfung dieses
Fachkräftemangels.“ Ebenso wurde über die
Stadtentwicklungskonzepte, Nachhaltigkeit und die Baulandbeschlüsse diskutiert.
Im Anschluss gab es die Möglichkeit zu weiteren Gesprächen bei
einem kleinen Imbiss auf freundliche Einladung der PwC. Wir bedanken uns für
die Gastfreundschaft und die Vorstellung der Studien bei Michael Burkhart,
Standortleiter Frankfurt, PwC GmbH.