Sicherheit in Frankfurt? Neue Konzepte für eine sichere Metropolstadt
Die Metropolstadt
Frankfurt am Main bildet mit seinem internationalen Flughafen, dem Hauptbahnhof
und dem dichten Autobahnnetz rund um die Stadt einen wichtigen europäischen
Verkehrsknotenpunkt. In der Regel halten sich über eine Millionen Menschen aus
Anwohnern, Berufspendlern, Touristen und Geschäftsleuten aus über 200 Nationen
in der Stadt auf.
Der Sektionssprecher, Uwe Fröhlich, begrüßte die rund 60
Teilnehmer und berichtete zum Einstieg über den Weg seiner Mitarbeiter durch
das Frankfurter Bahnhofsviertel. Dabei betonte er, dass besonders die
weiblichen Mitarbeiter sich auf dem Weg zum Hauptbahnhof unwohl fühlen.
Der Frankfurter
Polizeipräsident Stefan Müller
berichtete über die Kriminalitätsentwicklung, welche eine Steigerung durch
Corona erfuhr. Besonders bei Taschendiebstählen (+107% zu 2021) und im
Straßenraub (+65,2% zu 2021) stiegen die Fallzahlen. Auffällig dabei ist auch,
dass es bei Körperverletzungen die höchste Fallzahl seit zehn Jahren ist. Dies
ist auf die Verengung bzw. Verdichtung des Bahnhofsviertels zurückzuführen und
die enge Verknüpfung der Party/Eventszene, der Drogenszene und des
Rotlichtmilieus im Bahnhofsviertel. Dabei kritisiert Stefan Müller den
Frankfurter Weg in der Drogenpolitik. Für ihn ist der Schlüssel einer erfolgreichen
Drogenpolitik die Einrichtung von Drogenhilfseinrichtungen im ganzen
Bahnhofsgebiet. „Wir versuchen die Kriminalität wahrzunehmen und zu bekämpfen
durch viele Kontrollen“, so der Polizeipräsident Stefan Müller. Im
Bahnhofsviertel seien dafür zwanzig Bereitschaftpolizisten stationiert. Da
Frankfurt auch ein Austragungsort der Fußballeuropameisterschaft wird die Videoüberwachung
in den belebten Bereichen erneuert sowie erhöht. Stefan Müllers wichtigstes
Thema ist die Sicherheit auf den Straßen, welche er durch die Reduzierung der Kriminalität
erreichen will, um so das Bahnhofsviertel zu einem schöneren Ort zu machen.
Zum Abschluss stellten
die Teilnehmer Fragen rund um die Clankriminalität, den Drogentourismus und die
Prostitution im Bahnhofsgebiet. Ebenfalls wurde die Legalisierung der Droge Cannabis,
die Sicherheit an dem Frankfurter Verkehrsknotenpunkt Konstablerwache sowie im
Allerheiligen Viertel diskutiert.
Wir bedanken uns bei
der UBS Europe SE für die
Gastfreundschaft.