Vom Forschungsprojekt zu einem Globalplayer – Sacher Lasertechnik GmbH
Der HiddenChampion „Sacher Lasertechnik GmbH“ aus
Marburg hat den Mitgliedern des Wirtschaftsrates Hessen die Möglichkeit
gewährt, einen Blick hinter die Türen des Unternehmens zu werfen.
Laser
sind elektromagnetische Wellen, welche mittlerweile zu einem wichtigen Instrument
in der Industrie, Medizin, Kommunikation und Wissenschaft geworden ist. Die
Geschichte der Entwicklung von Lasern ist über 100 Jahre alt. Vor mehr als 20
Jahren hat Dr. Joachim Sacher, CEO der Sacher Lasertechnik GmbH, auf
Grundlage seiner Dissertation eine spezielle Entspiegelungs-Technik entwickelt,
welche den Grundstein seines heutigen Unternehmens bildete. Mittlerweile gehört
die Sacher Lasertechnik GmbH zu den am schnellsten wachsenden Unternehmen in
der Branche und ist weltweit tätig. Das Unternehmen hat ein großes,
umfängliches Angebot an unterschiedlich zu nutzenden Lasern.
Die
Laser von Sacher sind auf den ersten Blick nicht zu erkennen, da sie oftmals in
anderen größeren Geräten eingebaut sind. Aber Sacher Lasertechnik ist in der
Medizin- und Pharmatechnik im Einsatz. Im Bereich der Landwirtschaft werden die
Sacher-Laser bei der Messung von Biogasanlagen und der Gaszusammensetzung von
Boden und Luft verwendet. Besonders stolz ist Dr. Sacher auf den Einsatz seiner
Laser in der extraterrestrischen Physik. So werden seine Laser vom
Max-Planck-Institut bei der Vermessung von Umlaufbahnen von Himmelskörpern in
der Nähe von schwarzen Löchern oder von der NASA bei der Feststellung von
Satellitenpositionen genutzt.
Das
Unternehmen selber kommt allerdings gerade an die Grenze der zur Verfügung
stehenden Arbeitsplätze. „Wir wollen personell auch nicht größer werden,
müssten dies aber aufgrund der Nachfrage tun“, so Dr. Sacher. Aus diesem Grund
wird gerade getestet, in weit die automatisierte Produktion unterstützen
könnte. Die Sacher Lasertechnik GmbH ist weltweit eines von nur drei
Unternehmen, welches spezialisierte Laser produziert und verkauft. Zwei der
drei Unternehmen sitzen in Deutschland, das dritte Unternehmen in Australien.
Dr. Sacher erklärt, dass die aktuelle Sanktions- und Genehmigungspolitik den
Export nach China und Indien erschwert. „Haben die Genehmigungsverfahren früher
ca. 6 Wochen gedauert, benötigen wir derzeit 9 Monate. Dies ist kein Zustand,
welches ein mittelständisches Unternehmen wie wir lange aushalten können.“
In
der Führung durch das Unternehmen haben die Mitglieder dann die Möglichkeit
gehabt, sich persönlich ein Bild von der oftmals filigranen Arbeit des
Unternehmens zu machen.