Wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der Ukraine: Chancen und Herausforderungen für Unternehmen

In den Räumlichkeiten der IHK standen die deutsch-ukrainischen Wirtschaftsbeziehungen sowie Perspektiven für Handel, Investitionen und unternehmerische Zusammenarbeit im Mittelpunkt.
Für die Mitglieder des Wirtschaftsrats bot die Veranstaltung Gelegenheit, Einblicke aus dem ukrainischen Finanz- und Energiesektor sowie aus der Unternehmenspraxis zu erhalten. Angesichts des anhaltenden russischen Angriffskriegs galt der Blick insbesondere den Bedingungen, unter denen Unternehmen wirtschaftliche Beziehungen aufrechterhalten und neue Partnerschaften entwickeln können.
Dr. Jürgen Ratzinger, Geschäftsführer International der IHK Frankfurt am Main, und Carola Paschola, Sprecherin des Netzwerks Internationaler Kreis des Wirtschaftsrats Hessen, begrüßten die Gäste. Reiner Perau, Geschäftsführer der AHK Ukraine, führte in das Thema ein.
Prof. Dr. Sergiy Nikolaychuk, Erster Stellvertretender Gouverneur der ukrainischen Nationalbank, widmete seinen Vortrag den Herausforderungen und Chancen von Investitionen in der Ukraine. Damit rückten die Rahmenbedingungen für wirtschaftliches Engagement und die Perspektiven für Investoren in den Fokus.
Die Energiewirtschaft bildete einen weiteren Schwerpunkt. Dr. Maxim Vityk, Director of Exploration and Development bei Naftogaz of Ukraine, beleuchtete unter dem Titel „Ukraine: Europe’s Last Major Energy Frontier“ die Potenziale des ukrainischen Energiesektors. Der Beitrag ergänzte die Investitionsperspektive um ein für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes bedeutendes Themenfeld.
Zum ukrainischen Banken- und Wertpapiermarkt sah das Programm einen Beitrag der Ukrainian Bank for Reconstruction and Development vor. Als Sprecher war Chen Han, Berater des Vorsitzenden, benannt. Im Mittelpunkt standen die Entwicklung der Finanzmärkte und die damit verbundenen Herausforderungen.
Einen Einblick in die Unternehmenspraxis gab Nina Dombrowska, Executive Director von Beehive Cosmetics und ehemalige Präsidentin von Henkel Ukraine. Ihr Erfahrungsbericht ergänzte die fachlichen Beiträge um die Perspektive unternehmerischer Tätigkeit vor Ort.
Prof. Dr. Rüdiger von Rosen vom Ukrainian Coordination Center moderierte den Austausch und die Fragerunde. Diese bot den Mitgliedern des Wirtschaftsrats und den weiteren Gästen Gelegenheit, ihre Fragen direkt an die Referenten zu richten und die angesprochenen Themen zu vertiefen.
Das Schlusswort übernahm Erhard Seeger, Sprecher des Netzwerks Familienunternehmen & Mittelstand des Wirtschaftsrats Hessen. Die gemeinsame Veranstaltung verband Informationen über wirtschaftliche Rahmenbedingungen mit praktischen Einblicken und bot Raum für Kontakte zur weiteren deutsch-ukrainischen Zusammenarbeit.
Der Wirtschaftsrat Hessen dankt der IHK Frankfurt am Main und dem Ukrainian Coordination Center für die Zusammenarbeit sowie den Referenten für ihre Beiträge.