Das Land braucht eine Internationalisierung des Tourismus

Mit Beginn der
Coronapandemie ist der Tourismus in Deutschland, besonders in touristisch stark
ausgeprägten Gegenden wie Mecklenburg-Vorpommern, in den Fokus gerückt. Denn
Die Tourismusbranche musste mit langen Schließzeiten und mit der Abwanderung
etlicher Arbeitskräfte kämpfen. Die Auswirkungen sind für viele Betriebe bis
heute spürbar. Die Landesfachkommission Tourismuswirtschaft und Handel kam in
ihrer ersten Sitzung 2024 zusammen, um mit dem tourismuspolitischen Sprecher
der CDU-Fraktion im Land Mecklenburg-Vorpommern, Wolfgang Waldmüller, über die
aktuelle Situation zu sprechen. „Der Anteil des Tourismus im Land wird häufig
unterschätzt. Zwar sind beispielsweise die Umsatzzahlen in Bayern deutlich
höher, weil sie saisonübergreifend hohe Gästezahlen haben, jedoch hat Bayern
auch viel Industrie. Deswegen ist der Anteil am BIP in Mecklenburg-Vorpommern
mit 12 Prozent sehr hoch, weil wir nicht die starke Industrie vorweisen können.
Bis zur Coronapandemie war der Tourismus im Land ein Selbstläufer, doch seitdem
kamen einige Herausforderungen dazu“, sagte Wolfgang Waldmüller. „Die
Finanzierung des Tourismus ist das A und O, weswegen neue Konzepte wie das das
im Koalitionsvertrag stehende Tourismusgesetz nicht abzulehnen sind. Das Gesetz
ist eine gute Sache, wenn die Betriebe nicht zu sehr mit einer Abgabe belastet
werden.“ Die Abgaben sollen direkt an die Kommunen fließen, die die Mittel dann
beispielweise in die Infrastruktur stecken können.
der Finanzierung wurde in der Runde über die Internationalisierung und das
Marketing des Landes gesprochen. Hier waren sich die Teilnehmerinnen und
Teilnehmer einig, dass es eine neue Marketingstrategie brauche, die auch
international greift. „Wir gewinnen nur wenige Arbeitskräfte aus anderen
Staaten, sind nicht mehr so gut aufgestellt im internationalen Wettbewerb“,
sagte die Vorsitzende der Fachkommission, Vera Hirte vom Hotel Speicher am
Ziegelsee in Schwerin. „Das gilt auch für touristische Gäste aus dem Ausland,
wir müssen auch über neue Modelle nachdenken, wie wir (neue) Zielgruppen erreichen, gerade auch in
der Nebensaison. Die Monate von Juni bis September sind nicht das Problem“, so
Wolfgang Waldmüller. „Hier sollten wir mehr über die Mitarbeiterwerbung kommen.
Wenn Mitarbeiter ihre Arbeit gut finden und sich auch in der Umgebung
wohlfühlen, wir das einen Mehrwert schaffen“, sagte Vera Hirte.