Lebendige Stadt – wie sieht die Zukunft der Innenstädte aus?
Mit Carl Kressemann, Inhaber des Modehauses Kressmann in Schwerin und Wismar, Elisa Witt, Inhaberin des CoworkingSpaces Tisch in Schwerin, Bernd Nottebaum, erster Stellvertreter des Oberbürgermeister und Baudezernent in Schwerin sowie Uwe Mantik, von der CIMA Management + Beratung GmbH aus Lübeck war das Podium vielfältig und mit reichlich Expertise besetzt. Uwe Mantik zeigte zu Beginn in einer Präsentation Statistiken auf, die das Konsumverhalten der Kunden als auch deren Bewertung der Attraktivität der Innenstädte zeigten. Interessant zu sehen war dabei, dass die „Einkaufsmöglichkeiten“ immer noch zu den wichtigsten Attraktivitätsfaktoren gehören (auch wenn die Bedeutung sinkt), weit vor „öffentlichem grün“ und „Gastronomie“. „Genauso lässt sich konstatieren, dass junge Menschen sehr wohl die Innenstädte aufsuchen, aber eine Erlebnisorientierung und Aufenthaltsqualität erwarten“, so Mantik. E-Commerce und die Pandemie haben also nicht dazu beigetragen, dass zukünftig weniger Menschen in die Städte kommen. „Der passende Leitspruch bei den Konsumenten heißt heute „Bedürfnisbefriedigung statt Bedarfsdeckung“, schlussfolgerte Mantik.
In der Podiumsdiskussion waren sich die Teilnehmer einig, dass eine attraktive Innenstadt nur im Schulterschluss mit allen Beteiligten gewährleistet werden kann. So ergab sich aus dem Gespräch, dass Carl Kressmann mit seinem seit 130 Jahren familiengeführten Modehaus mit Elisa Witt vom TISCH in den Austausch treten und die beiden ausfindig machen möchten, was man den Kunden gemeinsam anbieten kann. Für die Stadtentwicklung in Schwerin ist es hervorragend, wenn sich auch junge Leute wie Elisa Witt entscheiden, als Unternehmerin in der Stadt etwas aufzubauen. Insbesondere, wenn es sich um moderne und alternative Konzepte dreht.