Verordnen funktioniert bei der Personallage nicht mehr, es ist Graswurzelarbeit
„32 Tage sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
im letzten Jahr im Durchschnitt krank gewesen“, sagte die sich seit Februar im Amt befindende
Oberbürgermeisterin der Hanse- und Universitätsstadt Rostock, Eva-Maria Kröger
(Die.Linke). Wie sollen da alle Aufgaben erledigt werden? Wie soll das OZG (Onlinezugangsgesetz) umgesetzt
werden? Wie sollen die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen
erledigt werden? Diese Frage stellt sich mehr denn je. „Von unseren 400 Stellen
sind zusätzlich 100 chronisch unbesetzt. Von daher tun wir gut daran, unseren
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
nicht noch mehr aufzubürden, sonst haben wir am nächsten Tag einen gelben
Schein im Postfach“, sagte die Oberbürgermeisterin.
Neben der allseits bekannten Personalmangellage
hatte Eva-Maria Kröger aber auch Gutes zu berichten. So ist die Smart City
Strategie für Rostock fertig und die Gewerbeentwicklung positiv. Der
Wirtschaftsrat hatte direkt in der Sitzung angeboten, die Oberbürgermeisterin
zu unterstützen und in einer kleineren Arbeitsgruppe Themen voranzubringen
(bspw. greater Rostock).
Kröger stand im Anschluss an ihre Worte, bei denen es vor allem um die
Entwicklung der Verwaltung ging, für die lebhafte Diskussion zur Verfügung. Die
neue Sektionssprecherin aus Rostock, Carola Heinz-Schröder, moderierte souverän die Diskussion.