Austausch bezüglich der Zukunft von E-LKW

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links nach rechts: Stefan Gulbins, Stellvertretender Vorsitzender der Landesfachkommission Mobilität, Verkehr und Infrastruktur des Wirtschaftsrates Niedersachsen; Jörn Schepelmann, Mitglied des Landtages in Niedersachsen;
Paul-Georg Garmer, TenneT TSO GmbH; Gero Schulze Isfort, Mitglied im Landesvorstand des Wirtschaftsrates Niedersachsen und
Vorsitzender der Landesfachkommission Mobilität in Niedersachsen; Tobias Hünlich, BP
Europa SE; Michael Nimtsch, Trailer Dynamics GmbH; Klaus Wessels, Mercedes-Benz Hannover; und Dirk Abeling, Landesgeschäftsführer des Wirtschaftsrates Niedersachsen. (Foto: Wirtschaftsrat)
Elektrischer Betrieb ist nicht nur
für PKW ein diskussionswürdiges Thema, auch Lastkraftfahrzeuge sollen zukünftig
mehr auf Strom setzen. Zu dem Thema der Netzabdeckung dieser elektrischen LKW
veranstaltete der Wirtschaftsrat eine Diskussionsrunde im Hause Daimler Trucks
AG in Langenhagen. Unser herzlicher Dank gilt dabei auch den Referenten, die
den Zuhörern durch ihr Fachwissen und ihre verschiedenen Perspektiven das Thema
E-LKW in seinen Facetten beleuchteten.
In der Diskussionsrunde waren
vertreten: Jörn Schepelmann als Mitglied des Landtages in Niedersachsen,
Paul-Georg Garmer als Vertreter der TenneT TSO GmbH, Michael Nimtsch als
Geschäftsführer der Trailer Dynamics GmbH sowie Tobias Hünlich als Vertreter
von BP Europa SE.
Wie Klaus Wessels als Centerleiter
der Daimler Truck AG in Langenhagen einleitend hervorhob, ist die
Ladeinfrastruktur eine der größten Herausforderungen für elektrische LKW. Darüber
hinaus seien Anträge auf Förderungsmittel zu Finanzierung von E-Trucks
unangemessen kompliziert, was die Unsicherheit bei potenziellen Kunden sowie deren Kunden hinsichtlich der
Investition in E-LKW erhöhe. Fahrzeuge sollten auch ohne Förderungsmittel
finanzierbar sein, so Wessels. Im Endeffekt seien gute Produkte, Kostenparität
und eine funktionierende Infrastruktur entscheidend für den Erfolg von
elektrischen Lastkraftwagen. Die Schlagworte „Unsicherheit“ und
„Herausforderungen“ waren ein Motiv, welches sich auch in der restlichen
Diskussion wiederfand.
Jörn Schepelmann kritisierte dabei
in seinem Eingangsstatement vor allem die mangelnde Thematisierung der
E-Mobilität von der Regierungsseite. Paul-Georg Garmer beschrieb weiterhin, wie
der Netzausbau den gesetzten Zielen noch nicht entspreche. Überdies führte
Tobias Hünlich an, wie der Ausbau der Ladesäulen durch verschiedenste Auflagen,
Bauordnungen und Geräuschgutachten in seiner Geschwindigkeit enorm reduziert
werden würde. Abschließend beleuchtete Michael Nimtsch verschiedene
Nutzungsmöglichkeiten des Stroms, um die Problematik der Reichweite der
E-Trucks zu schmälern; dabei sei eine Standardisierung von Batterieelementen
besonders wichtig.
Schlussendlich regten die
vielzähligen Herausforderungen der E-Mobilität eine Diskussion über einen Plan
B zur Klimaneutralität an: Auch die Etablierung alternativer Kraftstoffe, wie
HVO 100, könnten wichtige Schritte zum Erreichen der Klimaneutralität sein.