Betriebsbesichtigung der Sektion Oldenburg-Wilhelmshaven bei der Heidemark GmbH

Im Rahmen einer
Unternehmensbesichtigung bei der Firma Heidemark GmbH und anschließender
Diskussion, sprachen unter anderem Stephan Albani MdB und Dr. Volker Heinz, DIL Deutsches Institut für
Lebensmitteltechnik e.V., über die Zukunft der deutschen Ernährungswirtschaft.
Die
Heidemark GmbH ist ein familiengeführtes Unternehmen in dritter Generation,
welches sich auf die Schlachtung und Verarbeitung von Putenfleisch fokussiert
hat. In seinem Segment gehört der Betrieb zu einem der Größten Weltweit und hat
sich in Deutschland einen Marktanteil von ca. 50 Prozent erwirtschaftet. Durch
die interessante Besichtigung konnte man einen Eindruck gewinnen, wie effizient
der Prozess der Schlachtung bis hin zur Verarbeitung gestaltet ist, ohne dass dabei das Tierwohl vernachlässigt wird.
In
der anschließenden Diskussion wurde aber auch deutlich, dass wie viele andere
deutsche Unternehmen auch bei der Heidemark GmbH Probleme wie z.B. der
Fachkräftemangel, die hohen Energiepreise und das überdurchschnittliche
Lohnniveau im Vergleich zu anderen europäischen Nachbarn zu spüren sind. Auch
wurden deutlich die Schwierigkeiten der Kommunikation mit der aktuellen
Bundesregierung kritisiert.
Herr
Albani MdB merkte in seinem Beitrag an, dass die Politik in Ernährungsfragen
nicht als Erzieher fungieren sollte. Im gleichen Zuge ging er dazu auf das geplante
Werbeverbot für Süßigkeiten ein, indem er darauf Aufmerksam machte, dass die
Bildung und Befähigung der Menschen in Ernährungsfragen wichtiger und vor allem
ein sinnvollerer Ansatz sei, als ein staatlicher Eingriff.
Dr.
Volker Heinz zeigte auf, dass Deutschland mit seinem Fleischkonsum bereits
unter dem Durchschnitt der europäischen Union liege. Außerdem verdeutlichte er,
dass man Lebensmittel für eine vergleichbare CO2 Quote auf Kennzahlen wie die Kalorien
oder Nährstoffe herunter rechnen müsse, wobei deutlich bessere CO2 Werte erreichen würde. Zuletzt äußerte sich Herr Heinz noch zu
den EU-Zielen der Treibhausgasreduktion, welche er für unrealistisch halte. Um
diese zu erreichen, müsse mehr auf Innovation und weniger auf Beschränkungen und
Verbote gesetzt werden.
Lasse Stork