Ein Abend rund um das Thema Digitale Sicherheit

Sitzung der Landesfachkommission Digitales Niedersachsen bei LM IT Services AG in Osnabrück


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Von links nach rechts: Alexander Plato,
Landesfachkommissionsvorsitzender Digitales Niedersachsen; Dirk Abeling,
Landesgeschäftsführer Wirtschaftsrat Niedersachsen; Jörg Peine-Paulsen,
Niedersächsisches Ministerium für Inneres
und Sport; Frank Knischewski, DTS Systeme GmbH; Bettina Thomas, KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft; Ferris Imken, KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft; Torben Gerber, LM IT Services AG. (Foto: Wirtschaftsrat)

Am 16. Mai 2023 fand im Hause von LM IT in
Osnabrück die Sitzung der Landesfachkommission Digitales Niedersachsen statt. Thematisch
überschrieben wurde die Veranstaltung mit der Frage „IT-Sicherheit: Kostenfaktor oder
Überlebensstrategie?“ Großer Dank gilt dabei dem Kommissionsvorsitzenden
Alexander Plato für seine Gastfreundschaft.

Als
Dialogpartner starteten Jörg Peine-Paulsen vom Ministerium für Inneres und
Sport und Frank Knischewski von DTS Systeme GmbH die Landesfachkommissionssitzung. Dabei räumten
Peine-Paulsen und Knischewski
auch mit einigen Mythen auf:
Opfer von Cyberattacken könne jeder werden, nicht nur Personen mit vermeintlich geheimhaltungswürdigen Daten, zudem könne analog dazu heutzutage auch jeder ohne viel Fachwissen zum Hacker werden und so
Unternehmen und Privatpersonen schaden.

Oft
seien Cyberangriffe auch schon durch einfachste Maßnahmen abwehrbar: ein
zweites Nachdenken bei einer Fehlermeldung, das Abschließen des Serverraums
oder eine angemessene Zeichenzahl des Passworts könnten vorbeugen. Ein einfaches Konzept, welchem man im digitalen Verkehr
folgen könnte, um sich zu schützen sei der sogenannte Zero Trust-Ansatz, nachdem der Leitsatz heißen müsste: "Ich vertraue auf nichts und niemanden
solange ich die Fakten nicht verifiziert habe". Schließlich gehöre auch eine gute
Behandlung der Kollegen zur IT-Sicherheit dazu, denn unzufriedene
Mitarbeiter hätten großes Potenzial, zu Innentätern zu werden.

Auf den
Vortrag von Peine-Paulsen und Knischewski folgend, stellten Bettina Thomas und
Ferris Imken, beide von der KPMG AG, die verheerenden
Folgen für von Ransomware-Angriffen betroffene Unternehmen dar. Die
Täter würden zuerst durch Verschlüsselung der Daten den Betrieb der betroffenen
Unternehmen einschränken und ihnen anschließend mit der Veröffentlichung dieser
Daten drohen, welche die Firmen nur durch Zahlung einer Geldsumme abwenden
könnten.

Der
Schaden sei für die Unternehmen auf verschiedenen Ebenen spürbar: Zum einen
dauere die Wiederherstellung nach einem Totalausfall mehrere Monate. In diesen
Monaten sei kein normaler Betrieb möglich und zum anderen folge aus einem
Publik gewordenen Hackerangriff ein Reputationsverlust: Kunden verlieren
Vertrauen in das Unternehmen.

Letzter
Redner war Torben Gerber von LM IT Services AG. In seinem Vortrag behandelte er
die Investitionsresilienz der Unternehmer bezüglich IT-Sicherheit. Dabei seien
Investitionen in Cyberversicherungen auch aufgrund der hohen Anforderung an
den Kunden generell nicht in gleichermaßen zu empfehlen, wie ein angemessenes
Risikomanagement. Zur Umsetzung eines solchen Risikomanagements müsse man IT-Sicherheit in den Büroalltag einbauen und für
die Mitarbeiter zugänglich machen.