"Es werde Licht!" - Betriebsbesichtigung der Sektion Osnabrück/Grafschaft Bentheim bei der Solarlux GmbH

Die Mitglieder der Sektion
Osnabrück/Grafschaft Bentheim kamen am 12. Mai 2026 zu einer
Betriebsbesichtigung bei der Solarlux GmbH in Melle zusammen und erhielten
spannende Einblicke in die Entwicklung, Produktion und strategische Ausrichtung
des international tätigen Familienunternehmens. Begrüßt wurden die Gäste durch
den Sektionssprecher Philipp Meyer, bevor Jens Krenitz, CFO, Solarlux GmbH, die Geschichte und das Konzept des Betriebes vorstellte.

Seit der Gründung im Jahr 1983
entwickelt und fertigt Solarlux hochwertige Glasanbauten, Wintergärten,
Terrassenüberdachungen sowie komplexe Fassadenlösungen. Das Unternehmen ist
heute weltweit aktiv und hat bereits mehr als 18.000 internationale Projekte
umgesetzt. Besonders eindrucksvoll war dabei die Vielzahl renommierter
Referenzen: So wurden Logenverglasungen in über 180 Stadien weltweit
realisiert – darunter Fußballstadien in Mainz und Bielefeld ebenso wie Projekte
in Bereichen des American Footballs oder Baseballs. Auch international bekannte
Architekten wie Daniel Libeskind setzen auf Lösungen des Unternehmens.

Im Mittelpunkt der Präsentation
standen die Themen Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und unternehmerische
Weitsicht. Die Teilnehmer erfuhren, dass Solarlux rund 80 Prozent der für die
Produktion benötigten Energie bereits selbst erzeugt und dadurch vergleichsweise
unabhängig von steigenden Energiepreisen agieren kann. Photovoltaik, Geothermie
sowie weitere nachhaltige Energiekonzepte spielen dabei eine zentrale Rolle.
Der mehrfach ausgezeichnete Solarlux Campus in Melle, der unter anderem mit dem
Niedersächsischen Staatspreis für Architektur ausgezeichnet wurde, verdeutlicht
den hohen Anspruch des Unternehmens an nachhaltiges und zukunftsorientiertes
Bauen. Ebenso wurden Natur- und Wildschutz bei der Planung des Geländes
berücksichtigt. Beeindruckend war darüber hinaus die hohe Wertschätzung der
Mitarbeiter: Jeder Arbeitsplatz verfügt über Tageslicht und einen Blick ins
Grüne – ein bewusst gewähltes Konzept, dass die Arbeitsqualität nachhaltig
verbessern soll.

Während der anschließenden
Führung durch Produktion und Hochlager erhielten die Gäste detaillierte
Einblicke in die logistischen Herausforderungen des Unternehmens. Besonders
deutlich wurde dabei der hohe Individualisierungsgrad der Produkte: Standardgrößen
existieren kaum, nahezu jedes System wird kundenspezifisch gefertigt. Diese
hohe Komplexität stellt besondere Anforderungen an Produktion und Logistik und
erklärt zugleich den vergleichsweise geringen Automatisierungsgrad vieler
Prozesse. Umso beeindruckender zeigte sich die ausgeklügelte Organisation der
Material- und Warenströme.

In der abschließenden Diskussion
wurden insbesondere aktuelle geopolitische und nachhaltigkeitsbezogene
Herausforderungen thematisiert. Dabei wurde deutlich, dass die zunehmenden, und
teils schwer kalkulierbaren, US-Zölle eine erhebliche Belastung für das
Unternehmen darstellen. Gleichzeitig betonte Solarlux den eigenen Anspruch,
nachhaltiges Wirtschaften konsequent weiterzuentwickeln. Als wichtige
Zukunftsaufgabe sieht das Unternehmen insbesondere die Reduzierung von
Verpackungsmüll und Kunststoffresten entlang der Produktions- und Lieferketten.

Die Betriebsbesichtigung bot den
Mitglieder und Gästen einen äußerst interessanten Einblick in ein innovatives
niedersächsisches Unternehmen, das wirtschaftlichen Erfolg, internationale
Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltiges Handeln in besonderer Weise miteinander verbindet.
Ein herzlicher Dank gilt der Solarlux GmbH für die spannenden Einblicke, die
offene Diskussion sowie die Gastfreundschaft vor Ort.