Jour Fixe der Sektion Hannover mit Michaela Menschel und Dr. Fabian Becker

Gestern hatten wir die Gelegenheit, zwei Kommunalpolitiker
mit unterschiedlichen Lebensgeschichten zu begrüßen: Michaela Menschel,
Mitglied der CDU Hannover-Stadt und Dr. Fabian Becker, ebenfalls Mitglied der
CDU Hannover-Stadt. Die Diskussions- und Impulsrunde wurde von Herrn Karl-Heinz
Ohms geleitet.

Frau Menschel berichtete über ihr langes Berufsleben im
Ausland. Trotz vieler Jahre der Arbeit in Sydney kehrte sie nach Hannover
zurück, wo sie sich im Bereich Unternehmenskommunikation & digitale Medien
selbstständig machte. Die Werte der Heimatverbundenheit und das Bestreben,
positive Veränderungen im eigenen Land voranzutreiben sowie die Ideen aus dem
Arbeitsleben vertritt sie nun auch in der Politik.

Herr Dr. Becker überraschte uns mit eindrücklichen
Geschichten aus dem Krankenhausalltag, die er selbst als Notarzt und
Transplantationsmediziner erlebt hat. Er berichtete von Wartezeiten von über
acht Stunden in der Notaufnahme, Patienten, die auf Transportbetten übernachten
mussten und einem Mangel an Beatmungsgeräten – alles unter dem immensen Druck,
über Menschenleben zu entscheiden. Sowohl das Krankenhaus in Winsen als auch
die MHH sind dauerhaft überlastet, während die Geschäftsführung oft kaum Handlungsspielraum
hat, da Krankenhäuser nur ein begrenztes Budget für medizinische Ausstattung
erhalten - das Gesundheitswesen ist unterfinanziert.

Ein weiteres großes Problem für alle Ärzte ist die
Bürokratie und der Datenschutz. Ein Beispiel: um eine MRT-Aufnahme von einer
Einrichtung zur anderen zu übermitteln, werden die Daten auf eine CD gespeichert
und dann per Taxi verschickt. Würde man die Bürokratie um die Hälfte
reduzieren, gäbe es genug zeitlichen und fachlichen Spielraum für 35.000 Ärzte,
die sich um Patienten statt um Dokumentation kümmern könnten.

Doch anstatt echte Lösungen zu bieten, führt die aktuelle
Gesundheitsreform dazu, dass kleine Krankenhäuser schließen. Seine Motivation:
sich aktiv in die Gesundheitspolitik einzubringen, die Realität der Bürger zu
verbessern und mit praktischen Beispielen, Erfahrungen und konkreten
Änderungsvorschlägen echten Wandel herbeizuführen.



Wir bewundern die Motivation unserer Gastredner und bedanken uns für eine
spannende Diskussionsrunde.