Politlunch der Sektion Osnabrück/Grafschaft Bentheim mit Katharina Pötter

Bei unserem Mitglied, der Q1 Energie AG, kamen Mitglieder und Gäste zusammen, um
mit Oberbürgermeisterin Pötter über aktuelle Entwicklungen und
Zukunftsperspektiven der Stadt zu sprechen.
Für Katharina Pötter war es dabei eine besondere Rückkehr: Bereits vor rund fünf Jahren war sie an gleicher
Stelle zu Gast, damals noch vor ihrem Amtsantritt als Oberbürgermeisterin. Die
erneute Einladung bot damit auch die Gelegenheit, auf die vergangenen Jahre und
die Entwicklung Osnabrücks zurückzublicken.
In ihren Ausführungen ging Pötter zunächst auf ihre erneute Kandidatur für das Amt der Oberbürgermeisterin ein.
Sie betonte dabei ihre enge Verbundenheit mit Osnabrück, wo sie aufgewachsen sei
und heute mit ihrer Familie lebe. Sie sehe in der Stadt großes Potenzial und
wolle auch in herausfordernden Zeiten Verantwortung übernehmen und dazu
beitragen, unterschiedliche Interessen zusammenzubringen.
Anschließend richtete sie den Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt. Osnabrück müsse seine
Stärken selbstbewusst nutzen und sich als Wirtschafts- und Innovationsstandort
weiterentwickeln. Die Stadt verfügt über eine starke Gründungslandschaft und
ist erneut als Startup-Hauptstadt Niedersachsens ausgezeichnet worden.
Auch die Situation des Industriestandorts Osnabrück kam zur Sprache. Mit Blick auf Volkswagen-Werk
verwies Pötter darauf, dass die Auswirkungen des Strukturwandels und des
Stellenabbaus inzwischen in der Region angekommen seien. Für die weitere
Entwicklung des Werksstandorts müsse nach einer tragfähigen Perspektive gesucht
werden. Eine zivile Nachnutzung werde dabei bevorzugt, zugleich müsse man für
andere Möglichkeiten offen sein.
Weitere Themen ihrer Ausführungen waren die Rahmenbedingungen für Familien und Beschäftigte.
Pötter hob die Bedeutung guter Schulen, bezahlbaren Wohnraums und einer verlässlichen
Infrastruktur hervor. Die flächendeckende Einführung der Ganztagsschule in Osnabrück
sei dabei ein wichtiger Schritt, insbesondere auch mit Blick auf die
Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Mit Blick auf die medizinische Versorgung ging Pötter zudem auf die geplante Hochschule für Medizin Osnabrück
(HMO) ein. In Osnabrück soll damit künftig ein Studiengang Humanmedizin
entstehen. Ziel ist es unter anderem, die medizinische Ausbildung in der Region
zu stärken und langfristig einen Beitrag zur ärztlichen Versorgung zu leisten.
Im anschließenden Austausch mit den Mitgliedern und Gästen wurden weitere aktuelle Themen aufgegriffen.
Diskutiert wurde unter anderem über die geplante Sanierung der Bremer Brücke
und die Zukunft des VfL Osnabrück. Auch die notwendige Zusammenarbeit von
Kommune, Land und Bund bei größeren Projekten wurde angesprochen.
Der offene Austausch bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, aktuelle Entwicklungen in
Osnabrück aus erster Hand einzuordnen und eigene Fragen und Perspektiven einzubringen.
Ein besonderer Dank gilt Oberbürgermeisterin Katharina Pötter für ihre Zeit und den offenen Austausch
sowie unserem Mitglied Q1 Energie AG und insbesondere Herrn Frederick Beckmann
für die Gastfreundschaft und die Möglichkeit, das Mittagsgespräch in diesem
Rahmen durchzuführen.