Unternehmerfrühstück der Sektion Hannover mit dem DEHOGA Niedersachsen

Beim Unternehmerfrühstück der
Sektion Hannover des Wirtschaftsrates Niedersachsen standen die aktuellen
Herausforderungen und Perspektiven des Gastgewerbes im Mittelpunkt. Unter dem
Titel „Das Gastgewerbe im Spannungsfeld zwischen Mitarbeitermangel und Kostendruck“
begrüßte die Sektion zwei ausgewiesene Branchenexpert:innen: Kirsten Jordan,
Geschäftsführerin des Bezirksverbandes Hannover des DEHOGA Niedersachsen, sowie
Dirk Breuckmann, Präsident des DEHOGA Landesverbandes Niedersachsen.
Struktur und Bedeutung des
DEHOGA
Zu Beginn stellte Frau Jordan das
Modell und die Struktur des DEHOGA vor. Der Branchenverband vertritt die
Interessen des Hotel- und Gaststättengewerbes auf Bezirks-, Landes- und
Bundesebene und fungiert als zentrale Stimme gegenüber Politik, Verwaltung und
Öffentlichkeit.
Dabei wurde deutlich: Das
Gastgewerbe ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in Deutschland. Mit einem
Umsatz von 115,2 Milliarden Euro (Stand September 2025), rund 202.000
Betrieben, etwa 2,2 Millionen Beschäftigten sowie 51.000 Auszubildenden ist die
Branche ein zentraler Arbeitgeber. Jeder 17. Arbeitsplatz ist direkt oder
indirekt vom Gastgewerbe abhängig.
Rückblick auf die
Corona-Pandemie
Im Rückblick auf die
Corona-Pandemie sprachen die Referent:innen von einer „Vollbremsung mit
historischen Verlusten“. Die Zahl der Betriebe sank um mehr als 20.000
Unternehmen; die Beschäftigung ging um rund 200.000 Arbeitsplätze zurück. Kaum
eine andere Branche war von den Einschränkungen so unmittelbar und massiv
betroffen.
Aktuelle Herausforderungen
Heute steht das Gastgewerbe
weiterhin unter erheblichem Druck. Die größten Herausforderungen sind:
<li class="MsoNormal" style="text-align:justify;mso-list:l0 level1 lfo1;
tab-stops:list 36.0pt">steigende Kosten für Lebensmittel und Getränke
<li class="MsoNormal" style="text-align:justify;mso-list:l0 level1 lfo1;
tab-stops:list 36.0pt">deutlich erhöhte Energiepreise
<li class="MsoNormal" style="text-align:justify;mso-list:l0 level1 lfo1;
tab-stops:list 36.0pt">wachsende Personalkosten
<li class="MsoNormal" style="text-align:justify;mso-list:l0 level1 lfo1;
tab-stops:list 36.0pt">anhaltender Fach- und Arbeitskräftemangel
Diese Faktoren treffen auf eine
Branche, die traditionell mit vergleichsweise geringen Margen arbeitet.
Lehren aus der Krise
Gleichzeitig wurde deutlich, dass
die Gastronomie aus der Krise gelernt hat: Viele Betriebe haben ihre Prozesse
und Wirtschaftlichkeit intensiv überprüft, Öffnungszeiten angepasst und
Ruhezeiten ausgeweitet. Effizienzsteigerungen, Digitalisierung und eine
stärkere Fokussierung auf wirtschaftlich tragfähige Konzepte gehören inzwischen
zum unternehmerischen Alltag.
Positive Entwicklung seit 2025
Seit 2025 zeichnet sich eine
positive Entwicklung ab. Die Umsätze stabilisieren sich und besonders
erfreulich ist der Anstieg bei den Auszubildendenzahlen. Das stimmt die Branche
zuversichtlich und zeigt, dass das Gastgewerbe weiterhin attraktive
Perspektiven bietet.
Abschließend wurde deutlich:
Trotz aller Herausforderungen blickt das Gastgewerbe mit vorsichtigem
Optimismus nach vorn. Engagement, Anpassungsfähigkeit und Innovationskraft
bleiben die entscheidenden Erfolgsfaktoren.
Der Wirtschaftsrat Niedersachsen
bedankt sich bei Kirsten Jordan und Dirk Breuckmann und wünscht der Branche
weiterhin viel Erfolg!