Wirtschaft leidet unter Arbeitskräftemangel
„Deutschland hat nicht nur ein Problem mit Fachkräftemangel. Wir haben ein Problem mit einem Arbeitskräftemangel“, beschrieb Kampeter die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt. Daher müssten die bestehenden Ressourcen besser als bisher genutzt werden, Menschen in Arbeit zu bringen und so lange wie möglich zu halten.
„Die entscheidende Frage dieses Jahrzehntes lautet: Bildung“, stellte der Verbandsvertreter klar. Sie sei der Schlüssel zur Lösung des Fachkräftemangels. „Keine Alimentierung, sondern Befähigung“ forderte er, als neue Maxime der Bildungspolitik.
Zugleich sei es wichtiger denn je, Politik über wirtschaftliche Zusammenhänge zu informieren. Aus diesem Grund müsse die Wirtschaft an Politiker herantreten und mit ihnen einen Dialog führen. An dieser Stelle betonte Kampeter den positiven Einfluss der Arbeit von Verbänden, das Verständnis von politischen Mandatsträgern über wirtschaftliche Zusammenhänge zu erweitern. Auch innerhalb der Wirtschaft müsse die Frage gestellt werden, wie die Kommunikation zwischen Politik und Wirtschaft verbessert werden könne.
Für Kampeter sei vor allem das Thema „Future Work“ von hohem Interesse, da nicht nur die Zahlen der Arbeitnehmerjahrgänge immer kleiner werden würden, sondern sich ebenfalls ihr Bezug zum Arbeitsplatz wandle. „Flexibilität ist die neue Sicherheit“, erläuterte er, die Betriebe müssten attraktivere Gesamtpakete ihren Arbeitnehmer bieten, um diese halten zu können. Man benötige hierfür ein Umdenken im deutschen Arbeitsrecht und müsse nun an die neuen Mandatsträger in der Bundesregierung herantreten.