Energiepolitik in herausfordernden Zeiten

Zur Jahresauftaktveranstaltung 2023 begrüßte Dr. Sandra von Möller, Sprecherin der Sektion Köln, alle Teilnehmer in den Räumlichkeiten der RheinEnergie AG in Köln. „Durch die steigenden Energiekosten und immer neuen Maßgabenkatalogen im Hinblick auf Klimaneutralität wird Deutschland als Wirtschaftsstandort für viele Unternehmer immer unattraktiver“, so Dr. von Möller. Mit dieser These übergab Sie das Mikro an Andreas Feicht, Vorsitzender des Vorstandes der RheinEnergie AG und Hausherr.

„Technologien zur Energiegewinnung, -speicherung und -transport müssen überarbeitet werden“, erläuterte Feicht. Alle Sektoren in den Unternehmen und Branchen und unserer Gesellschaft seien hierbei betroffen. Ziel müsse sein, erneuerbare Energien stärker und intensiver zu nutzen. Auch die Nukleartechniken rückten wieder stärker in den Vordergrund. Die Lösungsansätze für jetzt müssen nicht zwangsläufig auch in absehbarer Zukunft die Antwort auf unsere Energiefragen sein, erklärte das Vorstandsmitglied. Gerade jetzt sei festzustellen, dass die Systemkosten, wie zum Beispiel Speicherung und Transport von Energien, extrem hoch seien. „Sicherheits- und Energiepolitik dürfen nicht mehr voneinander getrennt gesehen werden. Sie sind machtpolitisch mit die stärksten Instrumente für Staaten. Die meisten unserer EU-Nachbarstaaten produzieren und nutzen Kernenergie. In Deutschland sei das verpönt, genutzt wird sie aber“, erläuterte Feicht. Auch hier wird durch neue Technologien und verbesserte Verfahren die Versorgung langfristig mit Atomkraft sichergestellt. Der Anteil von Energie durch Wasserstoff wird sich ebenfalls erhöhen.

Die entscheidende Frage sei die Bezahlbarkeit von Energie, sowohl für den Staat als auch für den Endverbraucher. Massive Investitionen in Forschung und Entwicklung neuer Wege der Energiegewinnung und Steigerung der Energieeffizienz, die auch umweltpolitisch für alle vertretbar seien, zeigten die Zukunftsfähigkeit der Länder. Anhand des Beispiels mit Saudi-Arabien zeigte Feicht auf, welche Monsteraufgabe sich hier für Deutschland ergäbe. „Mit dem Import von Energie und dem Export von Technologien werden neue Wege der Energiesicherstellung gegangen.“ Dr. von Möller bedankte sich bei allen Teilnehmern und insbesondere Andreas Feicht für die hoch fachkompetente und intensive Diskussion, die im Anschluss beim Get-together fortgeführt wurde.