Gründung der Landesfachkommission „Industrieller Mittelstand NRW"

Auftakt bei der Siempelkamp Gießerei in Krefeld mit Dr. Jan Heinisch MdL

Der Wirtschaftsrat Nordrhein-Westfalen der CDU e.V. hat die
neue Landesfachkommission „Industrieller Mittelstand NRW“ ins Leben gerufen.
Zum Vorsitzenden wurde Dirk Howe, Geschäftsführer der Siempelkamp Giesserei
GmbH
, durch den Landesvorstand berufen. Moritz Schafstein, Vorstand der Brüder
Mannesmann AG
, übernimmt den Co-Vorsitz. Die Auftaktsitzung stieß auf großes
Interesse: Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter des Mittelstands sowie viele
namhafte Unternehmen aus ganz Nordrhein-Westfalen kamen in Krefeld bei der
Siempelkamp Gießerei zur Auftaktsitzung zusammen.

Mit der neuen Kommission erhält der industrielle Mittelstand
in Nordrhein-Westfalen eine starke und fokussierte Stimme. Ihr Ziel ist es,
Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, Bürokratie abzubauen und verlässliche
Rahmenbedingungen für Investitionen und Wachstum zu schaffen.

„Der industrielle Mittelstand ist das Rückgrat unserer
Wirtschaft – innovativ, leistungsfähig und tief in den Regionen verwurzelt“,
sagt Dirk Howe, Vorsitzender der Landesfachkommission. „Doch die zunehmende
Regulierungsdichte nimmt vielen Unternehmen die Luft zum Atmen. Wir wollen
konkrete, praxistaugliche und pragmatische Lösungen aufzeigen, damit
mittelständische Betriebe wieder Freiraum für Innovation, Digitalisierung und
Beschäftigung gewinnen.“

Im Mittelpunkt der Auftaktsitzung standen zentrale
Standortfragen: das Steuer- und Berichtswesen, internationale
Wettbewerbsbedingungen sowie die Innovations- und Technologieförderung in
Nordrhein-Westfalen.

Die Landesfachkommission formuliert hierzu klare
Forderungen:


  • Steuerliche
    Entlastung und Vereinfachung: Digitale, vorbefüllte Steuererklärungen,
    höhere Schwellenwerte bei Umsatzsteuer-Voranmeldungen und der Abbau
    überflüssiger Dokumentationspflichten sollen insbesondere kleinere
    Unternehmen entlasten.

  • Abmilderung
    des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes und der EU-Richtlinie CSDDD:
    Für kleine und mittlere Unternehmen fordert die Kommission mehr
    Rechtssicherheit und deutlich weniger Berichtspflichten.

  • Faire
    Wettbewerbsbedingungen im digitalen Handel: Internationale
    Online-Plattformen sollen stärker kontrolliert werden. Einheitliche
    EU-Vorgaben müssen für alle Anbieter gelten – unabhängig davon, ob sie aus
    Bayern oder aus Shenzhen liefern.

  • Einheitliche
    digitale Verwaltungsstrukturen in Europa: Eine europäische
    Unternehmens-ID, ein zentrales digitales Portal für Behördenverfahren
    sowie verpflichtende Standards für E-Invoicing und ESG-Reporting sollen
    den Aufwand grenzüberschreitend tätiger Unternehmen reduzieren.

  • Mehr
    Innovationskraft für NRW: Eine neue, unabhängige Innovationsagentur soll
    gezielt disruptive Technologien fördern und ein „NRW Silicon Valley“ als
    Hotspot für High-Tech und Forschung etablieren.



Dr. Jan Heinisch MdL, stellvertretender Vorsitzender der
CDU-Landtagsfraktion Nordrhein-Westfalen und Staatssekretär a.D.
, begrüßte die
Gründung der Kommission, und wies in seinem Statement hin, das Nordrhein-Westfalen
von einem starken industriellen Mittelstand lebt. Um diese Stärke zu sichern,
braucht der Mittelstand weniger Bürokratie, planbare Energiepreise und
schnellere Innovationsprozesse.

Auch Joachim Rumstadt, Mitglied des Landes- und
Bundesvorstandes des Wirtschaftsrates der CDU e.V.,
begrüßte die Neugründung
des hochkarätigen Arbeitsgremiums und ermutigte die Unternehmensvertreter ihre
Stimme zu erheben und ihre Expertise einzubringen.

Die Landesfachkommission versteht sich als unternehmerisch
geprägte Plattform für den politischen und wirtschaftlichen Dialog.
Vertreterinnen und Vertreter aus Maschinen- und Anlagenbau, Chemie, Energie,
Werkstoff-, Hightech- und Digitalwirtschaft arbeiten verschiedenen
Positionspapieren für 2026, die konkrete Handlungsempfehlungen an Politik und
Verwaltung zu prominenten Themen formuliert.

Im Anschluss an die Sitzung erhielten die Teilnehmenden bei
einer Führung durch die Siempelkamp Giesserei GmbH Einblicke in die Produktion
und erlebten einen Live-Abguss „Made in Krefeld“.

Dirk Howe fasst zum Abschluss der Veranstaltung zusammen: „Im
Kern geht es der hoch motivierten Kommission im Dialog mit der
Wirtschaftspolitik darum, wichtige Impulse zu setzen, um Deutschland wieder zu
einem stolzen, innovativen und zukunftsorientierten Industriestandort zu machen
– einem Ort, der Zuversicht und Verlässlichkeit ausstrahlt. Grundlage dafür ist
der Mut, den wir gemeinsam 2026 mit gezielten Maßnahmen aus NRW heraus für
echte Erneuerung bewiesen haben.“

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