Jahresauftakt der Sektion Düsseldorf mit Prof. Dr. Günter Krings MdB

Statt Bürokratie: Den Unternehmen vertrauen

Bis auf den
letzten Platz besetzt waren die Reihen, als die Sektion Düsseldorf des
Wirtschaftsrates zum traditionellen Jahresauftakt eingeladen hatte. Rund 300 Gäste
konnten im Düsseldorfer Industrieclub begrüßt werden. Besonderes Highlight des Abends war die Rede von Prof. Dr. Günter Krings MdB - stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU / CSU-Bundestagsfraktion und Vorsitzender der CDU-Landesgruppe NRW, mit dem Fokus: „Worauf
wir stolz sein können — was wir ändern
müssen!“ Ein passendes Thema in einem Jahr, in dem Krisen die Agenda bestimmen.

Vielleicht
legte Krings deshalb seinen Fokus auf die Dinge,
die im Land funktionieren. Angefangen bei der Bundesregierung, die besser ist als ihr Ruf – die allerdings ihre
Erfolge besser kommunizieren sollte.

Der
Bundestagsabgeordnete legte den Blick auf die Wirtschaft: Trotz einiger
sorgenvoller Tendenzen ist Deutschland immer noch die drittstärkste
Exportnation der Welt, so Krings. Deutschland stehe für „Qualität und
Innovation“. Die Regierung habe bereits wichtige wirtschaftspolitische Reformen
auf den Weg gebracht. Aktuell gelte es auf den „verstummten Dreiklang aus
billiger Energie aus Russland, billigen Absatzmärkten in China und kostenloser
Sicherheit aus den USA“ Antworten zu finden. Die können nicht in einem Zuwachs
an Bürokratie liegen, sondern in „Vertrauen in die Unternehmen“. Es gelte
jetzt, die Geschäftsfelder der Zukunft zu besetzen. Krings nannte BioTech,
Pharma, KI und auch autonomes Fahren.

Die
funktionierende Wirtschaft ist die Basis für den Sozialstaat. „Den darf man
nicht kleinreden, der Sozialstaat geht nicht kaputt.“ Aber: Immer wieder neue
Leistungen zu fordern („draufsatteln“) sei definitiv der falsche Weg. Mit dem
Umbau des Bürgergeldes zur Grundsicherung habe die Bundesregierung den
richtigen Weg eingeschlagen. Zugleich müsse man über die Verlängerung der Wochen-
und Lebensarbeitszeit nachdenken. „Damit halten wir Wirtschaft und Sozialstaat
stabil“, so Krings.

Die Basis von
Wirtschaft, Staat und Gesellschaft ist der Aufbau der Demokratie nach dem Ende
des Krieges, der eng mit dem Namen Konrad Adenauers verknüpft ist. Daran
erinnerte Prof. Dr. Günter Krings und appellierte abschließend: „Die Leistung der Ära
Adenauer ist Verpflichtung, sie zu bewahren und weiter zu entwickeln.“