Unternehmer für mehr Investitionen in Infrastruktur

Eine klare Botschaft hatte die
Podiumsdiskussion der Sektion Hochstift des Wirtschaftsrates e. V. bei der
Bremer SE in Paderborn.
Diese fasste der Vorsitzende,
Tomas Pfänder und Moderator Holger Dechant, DEUFOL, zusammen. Sowohl die
produzierenden Betriebe als auch die Logistikunternehmen erwarten mehr
Investitionen in die Infrastruktur, sowohl in die Straße, Wasserwege und
Schiene. Dabei sei es wichtig, dass die Mittel aus dem Sondervermögen
Infrastruktur tatsächlich zusätzliche Investitionen sein und nicht
Haushaltsmittel gekürzt werden.
Eines der verbindenden Elemente
aller Podiumsteilnehmer ist, dass sie seit mehreren Generationen
familiengeführt sind, dies gilt sowohl für den Gastgeber der Bremer SE,
vertreten durch Herrn Wilhelm Bremer als auch für Herrn Uwe Lachmann von der
Hartmann International GmbH & Co. KG und Herrn Michael Gruber, von der
GRUBER Logistics. Dr. Matthias Molter, BREMER SE, verwies auf bürokratische
Hindernisse bei Schwertransporten. Hier müsse man sich mit vielen Vorschriften
aber auch unterschiedlichen Entscheidungsebenen auseinandersetzen. Aufgrund der
schlechten Infrastruktur, könnten gerade Schwertransporte nicht immer die
kürzeste Strecke wählen, pflichtete Lachmann bei. Dieser zusätzliche Aufwand
bei den Logistikunternehmen schlage sich auch in den Preisen entsprechend
nieder ergänzte Michael Gruber, denn alle Auflagen müssten am Ende bezahlt
werden. Positiv merkte er an, dass durch die Autobahn GmbH, deren Mitinitiator
der Wirtschaftsrat ist, Erleichterungen gegeben hat.
Ebenso diskutiert wurde die
Frage, inwieweit sich die Logistik elektrifizieren lasse und wie das Berufsbild
des Kraftfahrers für jüngere Menschen attraktiver werden könne. Dazu, so war
man sich einig, zähle unter anderem auch, dass ausreichend Parkmöglichkeiten in
den Autobahnen geschaffen werden, um sicher Ruhezeiten einzuhalten.
Große Hoffnung, dass weit mehr in
die Infrastruktur, insbesondere Brücken, investiert werden wird, machte der
verkehrspolitische Sprecher der CDU Landtagsfraktion, Oliver Krauß. Deutschland
müsse seine Verteidigungsfähigkeit verstärken und daher dort investieren.
Dieses käme auch der zivilen Nutzung zugute. Er teile die Auffassung der
Unternehmer, dass der Ausbau der Infrastruktur in Nordrhein-Westfalen einen
hohen Stellenwert habe und daher im besonders von den Bundesmittel profitieren
müsse, da man eines der großen Transitländer sei.
Über die Teilnahme von Herrn
Bernard Hoppe-Biermeyer MdL und Herrn Stefan–Oliver Strate, frisch gewählter
Bürgermeister der Stadt Paderborn haben wir uns sehr gefreut.