Wald in der Krise – Herausforderung für Ökosystem und Ökonomie

Die Sektion Hochsauerland-Kreis zu Gast bei Holz-Tusche GmbH & Co. KG in Marsberg

Dr. Marc Zoellner, alter und
neuer Sprecher der Sektion Hochsauerland-Kreis des Wirtschaftsrates, begrüßte
die zahlreich erschienen Gäste im Hause Holz-Tusche GmbH & Co. KG in
Marsberg.

Das in 3. und 4. Generation
geführte Familienunternehmen gehört zu den führenden Holzgroßhändlern in
Deutschland. Mit Mut, Kreativität, Innovation und Weitblick hat Geschäftsführer
Ralph Tusche mit mehr als 210 Mitarbeitern, den mittelständischen
Familienbetrieb zu einen der führenden Holzhändlern in Deutschland entwickelt.
„Wir wissen um den Anspruch unserer Kundschaft und leben den Holzhandel jeden
Tag“, so Tusche. Täglich werden durch die eigene LKW-Flotte bis zu 600 Tonnen
Holzwaren transportiert. Sowohl für den Baumarktbereich als auch im Schiffsbau,
öffentliche Gebäude oder Gewerbe; das Unternehmen ist breit im Produktsortiment
aufgestellt und durch eine hohe Flexibilität und Zuverlässigkeit ein
verlässlicher Partner, frei nach dem Motto: Wir liefern Ideen und das passende
Holz dazu. Bei der Besichtigung der Produktionsstätten und Lagerhallen
erhielten die Teilnehmer einen direkten Einblick in das weitreichende Leistungsspektrum
des Unternehmens.

Im Anschluss erläuterte Dr. Ralf
Petercord, Leiter Referat III-2, Klimawandel im Wald, Holzwirtschaft im
Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes
Nordrhein-Westfalen, ausführlich aus ökologischer und ökonomischer Sicht, die
aktuellen Herausforderungen für Waldbauern und staatliche Forstwirtschaft. „Um
den Wald in seiner Funktionsvielfalt im Klimawandel zu erhalten, brauchen wir
aktive Anpassungsmaßnahmen, die eine ökosystemorientierte, unterstützte
Einwanderung von genetischer Vielfalt und neuen Baumarten im notwendigen Umfang
beinhaltet“, betonte Petercord. Waldflächen stillzulegen und sich selbst zu
überlassen, sei der falsche Weg.

Die Bedeutung und Struktur des
Clusters Forst und Holz wird besonders deutlich, wenn man bedenkt, dass im Jahr
2023 für Nordrhein-Westfalen über 135.000 Beschäftigte dort angesiedelt sind,
die einen Gesamtumsatz von über 30 Mrd. € erwirtschaften, einen großen Teil
davon in Südwestfalen, erklärte der Fachmann.

Sektion Hochsauerland-Kreis