Was passiert mit dem ehemaligen WASAG-Gelände in Haltern?

Was passiert mit dem ehemaligen
WASAG-Gelände in Haltern? – Dieser Frage ging der Wirtschaftsrat Kreis
Recklinghausen bei einem Vor-Ort-Termin mit Landrat Bodo Klimpel nach. Die 102
Hektar große Fläche der ehemaligen Sprengstofffabrikation würden das Angebot an
Industrie- und Gewerbeflächen im Kreis abrunden, befanden die Mitglieder des
Wirtschaftsrates. Allerdings, so unterstrich der Landrat als Eigentümer der
Fläche, müsse es zuvor von den zahlreichen Altlasten befreit werden. „Die
Umweltschutzbestimmung waren früher anders und weniger streng. Da wurde noch
vieles in die Umwelt eingeleitet, deren Folgen wir heute noch spüren“,
erläuterte Peter Haumann, Leiter des
Fachbereichs E (Umwelt, Verkehr, Geoinformation, Planung und Wirtschaft) der Kreisverwaltung. Insgesamt begrüßte
Dr. Jürgen Schröder als Sprecher des Wirtschaftsrates im Vest, die
Anstrengungen des Kreises, dass Gelände zu sanieren und dafür auch öffentliche
Mittel bereitzustellen. Das Werksgeländes der ehemaligen Westfälisch
Anhaltische Sprengstoff-Actiengesellschaft, kurz WASAG, wurde sowohl durch die
Sprengstoffherstellung, u.a. für den Bergbau, aber auch als Entsorgungsort für
chemische Verbindungen kontaminiert. Die Nutzung von 1898 bis 2018 durch die
WASAG habe die Landschaft geprägt. Landrat Klimpel verwies zudem darauf, dass
die Denkmalwürdigkeit von rund 50 Gebäuden geprüft werde. Für die Zukunft sah
er aber eine gute und nachhaltige Nutzung. So könne er sich hier die Ansiedlung
von Forschungs- Entwicklungs- und Bildungsunternehmen genauso wie den Raum für Start-ups
aus den Bereichen Energie, Wasserstoff-Technologie und Umweltforschung
vorstellen. Sektionssprecher Dr. Schröder freute sich über die positiven
Perspektiven: „Dies ist gut für die Wirtschaft im Kreis. Start-ups und
wissensgetriebene Unternehmen sind wichtig und fördern die Innovationsfähigkeit
der Region.“