Wie steht es um die Wirtschaft in Dortmund?

IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber zu Gast beim Wirtschaftsrat Dortmund

Zu Beginn führte der Dortmunder
Oberbürgermeister Kalouti in seiner Rede ein, in der er die aktuelle
finanzielle Situation der Stadt in den Fokus rückte. Er schilderte die
Herausforderungen, die sich aus den jüngsten Haushaltsbelastungen ergeben, und
betonte zugleich die Notwendigkeit, Krisen nicht als Belastung, sondern als
Chance zu begreifen. In diesem Sinne kündigte er eine engere Zusammenarbeit
zwischen Stadtverwaltung und Wirtschaft an, um gemeinsam tragfähige
Investitions- und Entwicklungsimpulse zu setzen.

Kalouti hob hervor, dass Dortmund
das Potenzial habe, sich als attraktiver Wirtschaftsstandort weiter zu
profilieren. In diesem Zusammenhang wurden Visionen skizziert, wonach Dortmund
sich zu einem innovativen Kernpunkt in der Region entwickeln könne, der
unternehmerische Dynamik mit nachhaltigem Wachstum verbinde. Erste positive
Indikatoren in Bereichen wie Sauberkeit, Sicherheit und Lebensqualität wurden
als Beleg dafür angeführt, dass die richtigen Reformschritte bereits Wirkung
zeigen. Zugleich betonte der Oberbürgermeister die Bedeutung investiver
Maßnahmen, insbesondere im Kommunalen Ordnungsdienst, um Ordnung, Sicherheit
und Infrastruktur weiter zu stärken.

Stefan Schreiber,
IHK-Hauptgeschäftsführer zu Dortmund trat mit einer pragmatischen Perspektive
auf. Er unterstrich die Bedeutung wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, die
Unternehmen benötigen, um Investitionen zu tätigen und Arbeitsplätze zu
sichern. Die Rolle von Gewerbeflächen und Standortfaktoren wurde als
entscheidend hervorgehoben: Sie seien maßgeblich dafür verantwortlich, wie
attraktiv die Großstadt für Unternehmen bleibe und wie wettbewerbsfähig sie sei.
Gleichzeitig wurde auf die Notwendigkeit einer Deregulierung hingewiesen, um
bürokratische Hemmnisse abzubauen und schnelle wirtschaftliche Entscheidungen
zu ermöglichen. Sektionssprecher Christian Röttger fügte hinzu, dass
wirtschaftliche Entwicklung nur dann nachhaltig gelingt, wenn Rahmenbedingungen
stimmen und klare politisch-wirtschaftliche Fahrtrouten gesetzt sind.

Die Teilnehmende betonten, dass
Krisenmomente als Katalysator für Investitionen genutzt werden sollten, etwa
durch beschleunigte Genehmigungsprozesse oder Anreize für gezielte Ansiedlungen.
Zusammenfassend zeichnete sich eine verlässliche partnerschaftliche
Zusammenarbeit zwischen Politik, Wirtschaft und Kammer seine Stärken besser
nutzen zu wollen ab. Die Perspektiven stehen im Zeichen weiterer
Strukturreformen, einer stärkeren Fokussierung auf Standortqualität,
Arbeitsmarktförderung und Investitionsbereitschaft. Dabei bleibe der zentrale
Auftrag: wirtschaftliche Wachstumsimpulse so zu setzen, dass sie nachhaltig
Arbeitsplätze schaffen, fügte der Sprecher der Sektion Dortmund/Östliches Ruhrgebiet
des Wirtschaftsrates Röttger abschließend hinzu.

Sektion Dortmund/Östliches Ruhrgebiet