Wirtschaftsrat Nordrhein-Westfalen fordert Stahlgipfel mit konkreten Ergebnissen

Der Landesverband
Nordrhein-Westfalen des Wirtschaftsrates fordert von dem am Donnerstag bei
Bundeskanzler Friedrich Merz stattfindenden Stahlgipfel konkrete Ergebnisse.
Insbesondere die hohen Energiekosten gelten als eine der größten Belastungen
der Stahlindustrie. Daher fordert der Wirtschaftsrat strukturelle
Verbesserungen beim Stromsystem, wie sie von Bundes-wirtschaftsministerin
Katherina Reiche im Rahmen des Energiewendemonitorings angekündigt wurden.
Darüber hinaus müssen die bestehenden Entlastungen bei den Netzentgelten für
stromintensive Unternehmen auch in der Stahlindustrie in Nordrhein-Westfalen in
vollem Umfang beibehalten werden.

„Nordrhein-Westfalen ist einer
der größten Stahlstandorte in Europa. Der hier hergestellte Stahl ist die
Grundlage für eine lange Wertschöpfungskette. Die zu hohen Energiepreise
benachteiligen die Stahlindustrie. Um die Resilienz Deutschlands zu erhöhen,
braucht es eine international wettbewerbsfähige Stahlindustrie,“ erklärte Paul
Bauwens-Adenauer, Landesvorsitzender des Wirtschaftsrat Nordrhein-Westfalen.

Das zweite große Problem sind
Billigimporte, insbesondere aus Ländern mit Überkapazitäten. Der Wirtschaftsrat
in Nordrhein-Westfalen fordert daher von der Bundesregierung die Erhöhung von
Zöllen auf Stahlimporte. Stahl ist ein Grundpfeiler der Industrie und aufgrund
seiner Bedeutung auch für die Rüstungsindustrie kein beliebiges Produkt,
sondern eine der Grundlagen der strategischen Souveränität der Bundesrepublik
Deutschland.







Insgesamt benötigt die Stahlindustrie verlässliche
Rahmenbedingungen für Transformation und Wettbewerbsfähigkeit und im Einzelfall
auch staatliche Unterstützung bei der Umstellung auf CO₂-ärmere
Herstellungsverfahren, zum Beispiel durch Vorrang für heimisch produzierten
Stahl bei öffentlichen Aufträgen beziehungsweise Infrastrukturprojekten. Der
Stahlgipfel darf daher kein einmaliges Ereignis bleiben, sondern muss Teil
einer dauerhaften Strategie zur Sicherung der Branche sein. In drei Monaten
müssen die Beteiligten erneut zusammenkommen, um zu prüfen, ob die Beschlüsse
umgesetzt wurden.

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