Wirtschaftsrat zu Gast bei ARDEX: Zukunftsperspektiven in der Bauwirtschaft

Im Austausch mit der Sektion Ennepe-Ruhr-Kreis zeigte die ARDEX GmbH wie sie trotz schwieriger Rahmenbedingungen in die Zukunft investiert.

Die Sektion Ennepe-Ruhr-Kreis kam für ein Hintergrundgespräch bei der ARDEX GmbH in Witten zusammen. Nach einer einleitenden Ansprache von Sektionssprecher Hartmut Ziebs gaben Dr. Hubert Motzet, CTO und Mitglied der Geschäftsführung, sowie Lukas Hädicke, Geschäftsführer für Neues Bauen, Einblicke in aktuelle Entwicklungen, strategische Herausforderungen und Zukunftsperspektiven des Unternehmens.

Dr. Hubert Motzet führte aus, dass ARDEX trotz herausfordernder Rahmenbedingungen optimistisch in die Zukunft blicke. Das Unternehmen sei überzeugt von seinem Geschäftsmodell, da Wohnraum ein dauerhaftes Grundbedürfnis darstelle. Als Familienunternehmen verfolge ARDEX einen langfristigen Ansatz und bereite sich bereits heute auf den nächsten Aufschwung vor.

Motzet erläuterte die Entwicklung des Unternehmens von seiner Gründung im Jahr 1949 bis hin zur heutigen internationalen Unternehmensgruppe mit rund 50 Produktionsstätten und mehr als 66 Gesellschaften weltweit. Wachstumstreiber sei insbesondere die auf Familienunternehmen ausgerichtete Akquisitionsstrategie. Diese ermögliche eine breite Produktpalette im Bereich der Spezialbaustoffe und schaffe gleichzeitig globale Synergieeffekte.

Mit Blick auf die aktuelle Marktlage verwies Dr. Motzet auf die Folgen des Ukraine-Krieges, gestiegene Energie- und Rohstoffkosten sowie Lieferkettenprobleme. Gleichzeitig bestehe in Deutschland weiterhin ein erheblicher Wohnungsmangel. Trotz rückläufiger Absatzmengen habe ARDEX bewusst auf Entlassungen verzichtet und stattdessen investiert. So seien zuletzt rund sechs Millionen Euro in den Standort Witten geflossen, insbesondere in Automatisierung und Effizienzsteigerungen. Ziel sei es, dem demografischen Wandel zu begegnen und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.

Lukas Hädicke ergänzte, dass Künstliche Intelligenz bereits in verschiedenen Unternehmensbereichen eingesetzt werde, um Produktivität und Effizienz zu steigern. Dies reiche vom Marketing bis hin zu Anwendungen im Labor. Als zentrale Megatrends der Baubranche identifizierte er die seit Jahren stagnierende Produktivität sowie steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit. Beide Entwicklungen böten jedoch erhebliche Marktchancen für innovative Unternehmen.

In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass ARDEX die aktuellen Herausforderungen als Ansporn verstehe, seine Marktposition weiter auszubauen und mit Innovationen die Zukunft der Bauwirtschaft aktiv mitzugestalten. Der Wirtschaftsrat bedankt sich herzlich für die Gastfreundschaft und den regen Gedankenaustausch.