Wirtschaftsrat zu Gast beim SC Preußen Münster: Tradition trifft Zukunft

Sektionssprecher Felix Fiege begrüßte die Teilnehmer im LVM-Preußenstadion gemeinsam mit Gastredner Ole Kittner, Geschäftsführer des SC Preußen Münster, zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zum Thema „Preußen Münster 2.0 – Im Spannungsfeld zwischen Start-up und Tradition“.
In seinem Vortrag stellte Kittner die strategische Weiterentwicklung des SC Preußen Münster vor. Der Verein verstehe sich nicht nur als Fußballverein, sondern zugleich als emotionale Plattform und Botschafter des Münsterlandes. Während klassische Vereine häufig in linearen Strukturen dächten, verfolge Preußen Münster den Ansatz einer Plattformlogik. Im Mittelpunkt stünden dabei Erlebnisse, Netzwerke, Austausch, Identität und Vertrauen. Weiterhin führte er aus, dass gerade in einer zunehmend digitalen Welt authentische Begegnungen und gemeinsame Erlebnisse an Bedeutung gewönnen. Der Verein verstehe sich daher weniger als Anbieter eines konkreten Produkts, sondern vielmehr als Plattform, auf der Gemeinschaft, Austausch und Wertschöpfung im Miteinander entstünden. Zudem setze der Verein auf eine enge Vernetzung mit der lokalen Wirtschaft sowie der Universität. Studierende könnten hierbei als wichtige Botschafter für den Verein wirken.
Als Standortvorteil hob Kittner die Lage des Stadions hervor. Anders als viele moderne Arenen befinde sich das Stadion mitten im städtischen Leben und nicht an einer Autobahnausfahrt. Dadurch könne der Verein einen positiven Beitrag für die Entwicklung des Stadtteils leisten und noch stärker in der Stadtgesellschaft verankert sein. Besonders wichtig seien zudem die Synergien mit anderen Mannschaftssportarten am Standort, insbesondere Volleyball und Basketball.
Mit Blick auf die Zukunft erläuterte Kittner die ambitionierten Ziele des Vereins. Bis zum Jahr 2030 solle sich der SC Preußen Münster als Zweitligist unter den Top-30-Vereinen Deutschlands etablieren. Grundlage hierfür sei der Aufbau eines nachhaltigen und stabilen Geschäftsmodells. Neben dem sportlichen Erfolg stünden dabei insbesondere Investitionen in Infrastruktur, Personal und professionelle Prozesse im Vordergrund.