Wolfgang Steiger beim bundespolitischen Dialog der Sektion Düsseldorf

In den Räumen der Flokk GmbH im Düsseldorfer Medienhafen blieb kein Platz frei, so groß war das Interesse am Besucher aus Berlin.

Es ist Zeit für einen Paradigmenwechsel, für klare Konturen,
für den Abschied von vielen Lebenslügen, die die Politik in den vergangenen
Jahren bestimmt haben. Kurz, es ist Zeit für ein klares Bekenntnis zur Sozialen
Marktwirtschaft im Sinne Ludwig Erhardts. Dies war die Kernbotschaft von
Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates, beim bundespolitischen
Dialog der Sektion Düsseldorf am Mittwoch, 21. Juni. In den Räumen der Flokk
GmbH im Düsseldorfer Medienhafen blieb kein Platz frei, so groß war das
Interesse am Besucher aus Berlin. Lars Fiele als Sektionssprecher und Philipp
Dicke (Country Manager Germany & Austria Flokk GmbH) als Hausherr begrüßten
viele Gäste.

Steigers Rede zeichnete sich durch Klartext aus. Energisch
kritisierte er die ideologiegetriebene Politik des Dirigismus und der Verbote.
Der Ausstieg aus Kohle, Erdgas, Öl und die Abschaltung der letzten
Kernkraftwerke treibe die Energiepreise nach oben, „das kommt einem
Investitionsverbot gleich“ und das alles nur, damit „sich der grün bewegte
Bürger wohl fühlen kann“ (Steiger). „Die Energiepreise ziehen den Unternehmen
den Boden unter den Füßen weg“, so Wolfgang Steiger, „der Bundeskanzler muss
diese wirtschaftspolitische Geisterfahrt stoppen.“

Steiger erinnerte an den Stellenwert der Industrie und ihre
Bedeutung für den Wohlstand im Land: „Da darf man nicht mit ideologischen
Scheuklappen herangehen.“ Pragmatismus ist das Gebot der Stunde, so der
Generalsekretär des Wirtschaftsrates, ebenso wie Realismus. „Wir müssen nicht
das machen, was ankommt. Wir müssen das machen, worauf es ankommt.“ Also: Die Unternehmen entlasten, Arbeit statt
staatlicher Transferleistungen attraktiv machen, Technologieoffenheit fördern,
auf die Einhaltung der Schuldenbremse pochen.

Das Bild, das der Generalsekretär des Wirtschaftsrates
zeichnete, strahlte nicht in den hellsten Farben. Trotzdem bleibt Steiger
optimistisch: Der Wirtschaftsrat sei im 60. Jahr seines Bestehens gefragter und
anerkannter denn je. Und: „Ich sehe hier Unternehmer, die anpacken und Verantwortung
tragen. Auf dieses Engagement kommt es an.“

Für Steigers Keynote zur bundespolitischen Lage gab es viel
Applaus. Die anschließende Diskussion wurde intensiv geführt. Unter den Gästen
war auch Düsseldorfs Bürgermeister Josef Hinkel.

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