Zukunft made in Germany

Matthias Hauer MdB berichtet über den Stand der Forschungspolitik

Ambitioniert, dynamisch, optimistisch: So geht das Bundesministerium
für Forschung, Technologie und Raumfahrt die Forschungspolitik in Deutschland
an. Das ist jedenfalls der Eindruck der Zuhörer beim bundespolitischen Dialog,
zu dem die Sektion Essen/Westliches Ruhrgebiet am 2. Juni nach Essen eingeladen
hatte. Matthias Hauer, MdB mit Wahlkreis in Essen, Parlamentarischer
Staatssekretär im Ministerium und Keynote-Sprecher der Veranstaltung,
verkörperte diesen Geist, allein schon durch die Vielzahl der Projekte, die er vorstellte
und die allerdings in der breiten Öffentlichkeit eher unbekannt sind. „Man
übersieht die tollen Dinge, die sie machen“, brachte es eine Stimme aus dem Publikum
auf den Punkt.

„Zukunft made in Germany – Wertschöpfung durch Hightech und
Gesundheit“, so war der Vortrag überschrieben. An erster Stelle nannte Hauer die
Hightech Agenda Deutschland – das sind sechs Schlüsseltechnologien, die das
Ministerium von Dorothee Bär in den Fokus nimmt, nämlich Künstliche
Intelligenz, Quantentechnologie, Mikroelektronik, Biotechnologie, klimaneutrale
Energie und klimaneutrale Mobilität. Daneben existieren weitere strategische
Forschungsfelder. Hier griff Hauer besonders die Gesundheitsforschung heraus.
„Da sind wir in Deutschland gut aufgestellt.“ Big Data und KI sind die
Stichworte, mit denen die Forschung in diesem Bereich vorangetrieben werden
soll. Gerade in diesem Feld kommen die Ergebnisse bei den Menschen direkt an –
was aber auch für andere Bereiche gilt, schon allein dadurch, weil sie
Wertschöpfung erzeugen und Arbeitsplätze bringen. Die Förderpolitik des
Ministeriums, so Hauer, setzt deshalb auf bestehende Strukturen und sei damit
das Gegenteil des Verteilens von Mitteln „mit der Gießkanne“. Letztlich sei die
Förderpolitik immer ein Hebel, um private Investitionen anzustoßen.

Für den Vortrag von Matthias Hauer gab es viel Applaus,
durch die anschließende Diskussion führte Joachim Rumstadt, Sprecher der
Sektion Essen/Westliches Ruhrgebiet und Mitglied im Bundes- und Landesvorstand.