Infrastruktursymposium - Bedeutung und Chancen des Sondervermögens Infrastruktur für den Wirtschaftsraum Saarland und Rheinland-Pfalz

Im Rahmen des Infrastruktursymposiums zur Zukunft der
Verkehrsinfrastruktur begrüßten der Wirtschaftsrat Saarland, die SaarLB
und der Club des Affaires Bundesverkehrsminister Patrick
SchniederMdB in den Räumen der SaarLB in Saarbrücken. Im Mittelpunkt des
Abends standen die Bedeutung und Chancen des Sondervermögens Infrastruktur für
den Wirtschaftsraum Saarland und Rheinland-Pfalz. Deutlich wurde:
Leistungsfähige Verkehrswege sind eine zentrale Voraussetzung für
Wettbewerbsfähigkeit, verlässliche Lieferketten und wirtschaftliches Wachstum.
Infrastruktur entscheidet über wirtschaftlichen Erfolg
Praxisbeispiele haben gezeigt, wie stark Unternehmen von
funktionierender Infrastruktur abhängig sind. Der Ausfall wichtiger
Verkehrsachsen führt unmittelbar zu Produktionsverzögerungen, steigenden Kosten
und Umsatzverlusten. Umgekehrt sorgen schnelle Wiederherstellungen für spürbare
Entlastung in der Wirtschaft.
Investitionen und realistische Zielsetzungen
Mit geplanten Investitionen von rund 170 Milliarden Euro bis
2029 setzt die Bundesregierung klare Schwerpunkte – insbesondere auf die
Modernisierung der Schiene. Gleichzeitig betonte Bundesverkehrsminister
Schnieder in seiner Keynote, dass realistische Zielsetzungen und eine
konsequente Umsetzung entscheidend sind, um die Leistungsfähigkeit des Systems
nachhaltig zu verbessern.

v.l.n.r.: Dr. Frank Thomé, Patrick Schnieder MdB, Philipp Gross, Frank Oliver Wild, Jürgen Barke MdBR
Planungsbeschleunigung als entscheidender Hebel
Im Verlauf der anschließenden Podiumsdiskussion - moderiert durch Dr. Frank Thomé (Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Saarland) mit Patrick Schnieder MdB (Bundesminister für Verkehr), Jürgen BarkeMdBR (Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie) Philipp Gross (Geschäftsführender Gesellschafter der Peter Gross Bau Holding GmbH) und Frank Oliver Wild (General Manager bei DACHSER SE) - wurde
deutlich, dass ein zentrales Hindernis für Unternehmen langwierige Planungs-
und Genehmigungsverfahren sind. Das geplante
Infrastruktur-Beschleunigungsgesetz soll hier deutliche Verbesserungen bringen
– durch digitale Verfahren, weniger Bürokratie und klare Priorisierung
wichtiger Projekte. Ziel ist eine spürbare Verkürzung der Umsetzungszeiten.
Fachkräftemangel und Logistik im Blick
Neben der Infrastruktur bleibt der Fahrermangel eine große
Herausforderung für Unternehmen. Diskutiert wurden Maßnahmen zur Vereinfachung
von Qualifikation und Ausbildung sowie zur besseren Nutzung internationaler
Fachkräfte.
Fazit
Für Unternehmen ist klar: Verlässliche, leistungsfähige
Infrastruktur ist ein entscheidender Standortfaktor. Die angekündigten
Investitionen und Reformen bieten Chancen – entscheidend wird jedoch die
schnelle und konsequente Umsetzung sein.
Der Wirtschaftsrat bedankt sich herzlich für die
Gastfreundlichkeit der SaarLB sowie die gute Zusammenarbeit mit der SaarLb und
dem Club des Affaires.