𝗥𝗲𝘀𝗶𝗹𝗶𝗲𝗻𝗰𝗲 𝗯𝘆 𝗗𝗲𝘀𝗶𝗴𝗻 – 𝗞𝗥𝗜𝗧𝗜𝗦 𝟮𝟬𝟯𝟬: 𝗥𝗲𝘀𝗶𝗹𝗶𝗲𝗻𝘇 𝗲𝗻𝘁𝘀𝘁𝗲𝗵𝘁 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗲𝗿𝘀𝘁 𝗶𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗞𝗿𝗶𝘀𝗲
Sektion Leipzig/LFK Innovationen: Wie können wir kritische Infrastrukturen so gestalten, dass Energie, Wasser, Wärme, Daten und Kommunikation auch unter außergewöhnlichen Belastungen zuverlässig funktionieren?
Genau dieser Frage widmete sich der Wirtschaftsrat in den Landesverbänden Sachsen und Sachsen-Anhalt am Flughafen Leipzig/Halle. Der Veranstaltungstag verband fachliche Impulse, konkrete Lösungsansätze und den persönlichen Austausch von Experten aus Energie- und Wasserversorgung, Wissenschaft, IT und Cybersecurity sowie KRITIS-Management.

Bereits in der 1. Session wurde deutlich, wie breit Resilienz gedacht werden muss. Der Landesvorsitzende aus Sachsen-Anhalt, Sirko Scheffler und der Vorsitzende der Landesfachkommission Steven Hartung begrüßten die Teilnehmenden und freuten sich auf den unmittelbaren Austausch der entsprechenden Expertise. Im Mittelpunkt standen unter anderem die Dezentralisierung der Versorgungsinfrastruktur, systemische Ansätze für Strom, Wärme, Gas und Wasser, krisenresiliente Stromversorgung, kommunale Wärmeplanung, saisonale Untergrund-Wärmespeicher sowie dezentrale Wasserfilter.
Der Landesgeschäftsführer des Landesverbandes Sachsen Dr. Dino Uhle hielt in der 2. Session die Eröffnungsrede und rückte anschließend die gemeinsame Diskussion sowie den Wissenstransfer in die Praxis stärker in den Mittelpunkt. Themen wie Störungen der Stromversorgung, Drohnenvorfälle an kritischer Infrastruktur, die Verwundbarkeit der Wasser- und Abwasserwirtschaft, Cyberangriffe sowie Anforderungen an Kommunikation und Lageführung zeigten, wie eng die verschiedenen Herausforderungen inzwischen miteinander verbunden sind. Besonders wichtig sei hierbei aber eine resiliente Versorgung des Landes mit Energie und Rohstoffen.

Spannend war insbesondere der Blick auf die Ukraine als „Reallabor der Resilienz“ und die Frage, was Deutschland daraus für dezentrale Energieversorgung und KRITIS-Schutz lernen kann. Mit dem gemeinsamen „LAUNCH-Ansatz“ und „KRITIS Reallaboren“ wurden zudem methodische und praktische Wege zur Entwicklung und Erprobung neuer Lösungen aufgezeigt. Ein wesentlicher Gedanke zieht sich durch beide Ablaufpläne: Resilienz ist keine Einzellösung. Sie entsteht aus dem Zusammenspiel von Technologie, dezentralen Strukturen, Digitalisierung, Organisation und den Menschen, die im Ernstfall handlungsfähig bleiben müssen.
Unser Anspruch für KRITIS 2030 sollte deshalb sein: nicht nur auf Krisen reagieren, sondern Resilienz von Anfang an mitdenken – Resilience by Design.
Vielen Dank an alle Speaker, Diskussionsteilnehmer und Gäste für die Impulse, die offenen Gespräche und den fachübergreifenden Austausch. Gern vertiefen wir das Thema weiter in unseren mitteldeutschen Landesverbänden.