Arbeitsfrühstück der Sektion Chemnitz mit Silvana Bergk
Anknüpfend an unser
Arbeitsfrühstück vom 24. Oktober 2023 haben wir als Vorstand der Sektion
Chemnitz an diesem Morgen erneut mit Silvana Bergk, Leiterin Geschäftsbereich Wirtschaft
von Chemnitz, über wirtschaftliche Herausforderungen, nötige Investitionen, die
konjunkturelle Entwicklung unserer Stadt und der Region, das Zusammenwirken von
Rathaus und Wirtschaft sowie weitere aktuelle Themen gesprochen. Aktuell ist
viel Bewegung in der Stadt, vor allem, was Projekte im Zuge der
Kulturhauptstadt 2025 Europas anbelangt. Da sind wir notwendigerweise auf die
Industriekultur von Chemnitz zu sprechen gekommen, die ja das wesentliche
Kriterium für den Erfolg bei der Bewerbung um die Kulturhauptstadt gewesen sei.
Hier müssen entsprechend Akzente gesetzt werden, die auf Historie und Zukunft
von Chemnitz als industrielle und gleichermaßen innovative Stadt setzen.
Auch Chemnitz ist aktuell von
industrieller Abwanderung und Investitionszurückhaltung betroffen, jedoch
herrsche im Mittelstand durchaus noch Optimismus für die perspektivische positive
Weiterentwicklung vor. Denn Chemnitzer KMU wissen, was sie können und nicht
selten sind sie Nischen-Marktführer bzw. „Hidden Champion“ in einem speziellen
technisch-orientierten Segment. Chemnitz wird in diesem Jahr noch die Kontakte
zu seinen Partnerstädten Manchester (England), Tampere (Finnland), Ústí nad
Labem (Tschechien) und Łódź (Polen) intensivieren und entsprechende
Delegationsreisen dahin durchführen. Des Weiteren sind ein Amerika-Tag sowie
ein französisches Frühstück geplant. Die so genannten „Interventionsflächen“,
über deren Verwendung die Stadt Chemnitz selbst bestimmen kann (siehe Link unten) und auf denen im Zuge der Kulturhauptstadt 2025 Infrastrukturvorhaben umgesetzt
werden sollen, die eine weitreichende und dauerhafte Wirkung für die
Stadtgemeinschaft haben sollen, nahmen einen wichtigen Teil unseres Austausches
ein.
(Mitte): Silvana Bergk, Leiterin
Geschäftsbereich Wirtschaft der Stadt Chemnitz (Foto: Wirtschaftsrat)
Ferner konnten wir auch über das
Fremd- und Selbstbild von Chemnitz sprechen. Gebürtige Chemnitzer nehmen ihre
Heimatstadt oft negativer wahr als Zugezogene bzw. Gäste. Die Stadt möchte sich
entsprechend für ein positiveres Mindset der Chemnitzer einsetzen. Bei der
aktuellen Investitionszurückhaltung ist das aber kein leichtes Unterfangen.
Jedoch hat man mit günstigen Mieten, ausreichend Wohnraum durchschnittlichen
Löhnen, noch erweiterbaren Gewerbeflächen, guter, auch digitaler Infrastruktur,
einem überdurchschnittlich guten Angebot an Kitas sowie durch die wunderschöne
Natur des Erzgebirges vor der Tür, vielversprechende Argumente, um Unternehmen
und Fachleute nach Chemnitz zu holen.
Abschließend konnten wir noch über die dringend
notwendige Autobahnanbindung Chemnitz-Prag (deutsche Seite ist hier gefordert),
das Schließen des Südrings, die erforderliche, Anbindung an das
Wasserstoff-Kernnetz, den generell notwendigen und drastischen Abbau von
Bürokratie sowie über die geplante App „Kulturhauptstadt 2025“ sprechen.
Wir
bedanken uns herzlich bei Silvana Bergk und freuen uns auf die nächste Zusammenkunft
gemeinsam mit Oberbürgermeister Sven Schulze.