„Digital Health - Chancen und Herausforderungen“

Veranstaltung des Jungen Wirtschaftsrates Sachsen mit der Bundestagsabgeordneten Nora Seitz in Chemnitz

Im wunderbaren Ambiente des
„alexxanders“ in Chemnitz haben wir uns am 29.09.2025 mit der
Bundestagsabgeordneten Nora Seitz getroffen, um über die Chancen und Herausforderungen
von „Digital Health“ und Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGAs) zu sprechen.

Marcus Rehwald, Geschäftsführer
der eCovery GmbH, hat uns begrüßt und einen Impuls zum Thema „Digital Health in
Deutschland und Sachsen“ gegeben. Nora Seitz MdB erläuterte Aktuelles aus dem
Gesundheitsausschuss zu den Themen Digital Health und Pflege sowie zu Chemnitz
& Sachsen als möglichem Standort für Gesundheitsinnovationen. Aktuell werde
in der Region an einem Masterplan Südwestsachsen gearbeitet, worin sicher auch
Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) eine wegweisende Zukunftsbranche
darstellen werden.

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Marcus Rehwald, Vorstand des JWR, begrüßt die Gäste (Foto: Wirtschaftsrat)

Marcus Rehwald, selbst Gründer
und Unternehmer des DiGA-Herstellers eCovery, führte aus, dass bis Ende 2024
bereits über eine Million sog. DiGAs genutzt wurden. Aktuell befinde sich der
DiGA-Markt auf Wachstumskurs und der durchschnittliche DiGA-Nutzer sei 46 Jahre
alt. In der Nutzungshäufigkeit entfallen die digitalen Anwendungen der
Reihenfolge nach auf die Bereiche Psyche, Stoffwechsel und auf Anwendungen im
Bereich Muskel/Skelett. Marcus Rehwald sieht viele Chancen im Markthochlauf. So
ließe sich dem Fachkräftemangel auch digital begegnen. DiGAs können eine gute
Alternative zur konventionellen Behandlung darstellen und die Fachkräfte im
Gesundheitsbereich entlasten. Mithin werden durch die digitalen Therapien Verlaufsdaten
generiert, die anonymisiert wichtige Erkenntnisse zur Verbesserung der
Versorgung beitragen können.

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Marcus Rehwald und MdB Nora Seitz (Foto: Wirtschaftsrat)

Die Bundestagsabgeordnete Nora
Seitz ging auf einige Themen, die aktuell im Gesundheitsausschuss behandelt
werden, ein. Themen, die diskutiert werden, seien „der Umgang mit seltenen
Krankheiten“ sowie die „Bürokratielasten im Gesundheitssystem“ und die „Krankenhausreform“.
Leider, so konstatiert Nora Seitz, wird aktuell die Digitalisierung aufgrund
des gerade erfolgenden Aufbaus des ressortübergreifenden Digitalministeriums
noch in jedem einzelnen Ministerium für sich behandelt. Es sei also absolut
notwendig, dass das Digitalministerium schnell ins Laufen komme. Weitere Themen
sind das zu reformierende „Registergesetz“ für medizinische Daten, die „Elektronische
Patientenakte“ (ePA) und das „Pflegepersonalstärkungsgesetz“.

Der CEO von AREA9, Andreas
Kambach, erläuterte sein KI-gestütztes Weiter- und Ausbildungssystem, was auch
dazu beitragen könnte, die Kompetenzen von Mitarbeitern im Gesundheitsbereich,
sogar von Ärzten, schnell und zielgenau herauszubilden. Diesen Hinweis nahm
Nora Seitz auf und mit nach Berlin. Weitere Themen der spannenden
Diskussionsrunde waren: Unterschiede in den Bundesländern bei der Abrechnung
von Pflegeleistungen, internationale Vorbilder für Gesundheitssysteme (wie z.B.
Japan), Dokumentationspflichten gemäß SGB V u.v.m. Unser Frühstück endete mit
dem Credo und das teilte auch Nora Seitz: „Wir müssen endlich ins Handeln
kommen; vor allem beim Abbau von unnötiger Bürokratie, bei der Verbesserung der
Bildung und in der marktfähigen Ausgestaltung des Sozialsystems, in welchem auf
mehr Eigenverantwortung gesetzt werden müsse.

Wir danken den Mitarbeitern des
alexxanders, vor allem aber unserer Referentin des Morgens, Nora Seitz.